Reiseziele in Allgäu (Teil 4)

Immenstadt
Landkreis: Oberallgäu Höhe: 728 m ü.d.M.
Einwohnerzahl: 14400
Das alte »Städtle« Immenstadt ist mit ► Sonthofen Zentrum des Oberallgäuer Feriengebiets zwischen dem reizvollen Alpsee und dem Grünten, dem »Wächter des Allgäus«.
Immenstadt bildet zusammen mit Sonthofen ein lebhaftes Mittel- zentrum des Oberallgäus mit Verwaltungs- und Bildungseinrichtungen. Sie ist eine der finanzkräftigsten Gemeinden des Allgäus, dank großer Arbeitgeber wie die Bosch GmbH, die in Blaichach ABS-Systeme baut und mit 2400 Beschäftigten über 60 % der Gewerbesteuereinnahmen bestreitet; bekannt sind auch die Strumpfwerke Kunert.
Zu wirtschaftlicher Blüte kam der erstmals im Jahr 1275 erwähnte Ort als Stapel- und Umschlagplatz für Salz und Leinwand, 1855 wurde die Mechanische Bindfadenfabrik eröffnet. Aber auch Landwirtschaft und Tourismus sind von Bedeutung: Im Stadtgebiet arbeiten noch über 150 Vollerwerbsbauern, und Immenstadt ist die einzige Stadtgemeinde Deutschlands mit einem Viehscheid im Herbst.

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Immenstadt in Allgaeu

Sehenswertes in Immenstadt
Den Marienplatz – hier wird am Samstag Markt gehalten – mit einer Mariensäule (1773) prägt das Renaissance-Schloss der Grafen Montfort und Königsegg-Rothenfels (1550/ 1620, heutige Form 1746). Hier ist die Gästeinformation zu finden; der prächtig stuckierte Festsaal im 2. Stock gehört heute zur Stadtbibliothek (zugänglich zu den Öffnungszeiten). Südlich am Platz das Rathaus (1649, 1753 umgebaut); im Erdgeschoss, das einst als Kornschranne diente, linden u. a. Ausstellungen statt. Die Kirche St. Nikolaus weiter östlich mit ihrem hübschen Zwiebelturm hat seit dem Mittelalter eine bewegte Geschichte; das heutige Bild ist v. a. durch den Barockbau 1707 und die Umgestaltung 1908 bestimmt. Die wertvollsten und schönsten Stücke der Ausstattung sind eine Madonna aus der Werkstatt des Memmin- gers Ivo Strigel (1470) an der Südwand des Langhauses und die Figuren der hll. Rochus und Sebastian (um 1520) im Chor. In der alten Hofmühle nördlich an der Aach – einst eine große Getreide- und Sagemühle, später Teil der Mechanischen Bindfadenfabrik – wird die Stadtgeschichte vom Mittelalter bis heute anschaulich dargestellt; auch zwei Exemplare der legendären Motorräder »Riedel-Imme«, die von 1949 bis 1952 in Immenstadt gebaut wurden, sind hier zu sehen (geöffnet Mi.-So. 14.00-17.00 Uhr).

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Im Ortsteil Rauhenzell östlich der Iller bilden das Schloss der Herren von Laubenberg (1555/1879), die Kirche St. Othmar und die Kapelle
Maria Eich ein hübsches Ensemble (►S. 8). Die in romanische Zeit zurückgehende Kirche St. Othmar wurde 1694 barockisiert, außer einer bemalten Kassetten-Holzdecke besitzt sie prächtige schwarz-goldene Altäre aus dieser Zeit und schöne Epitaphien des 18. Jh.s.

Umgebung von Immenstadt
Mit angenehmen 24 °C im Sommer ist der Alpsee, der größte natürliche See des Allgäus (2,5 km2), ein Paradies zum Baden und für den Wassersport, in kalten Wintern kann man Eisläufen und Eisstock¬schießen. Auf einer Rundwanderung (8 km) genießt man die schöne Landschaft (halong bucht vietnam). Im Luftkurort Bühl am Alpsee sind die Pfarrkirche St. Stephan (1668) mit der darunterliegenden Hl.-Grab-Kapelle sowie die benachbarten aneinandergebauten Kapellen Maria Loreto (1666) und St. Anna (1716) einen Besuch wert. Erstere enthält eine Nachbildung der Casa Santa im Dom von Loreto (Italien). Rothenfels und Hugofels, die Reste der Burgen der einstigen Immenstädter Herren, der Grafen Montfort und Rothenfels, ragen östlich von Bühl auf (Rundweg vom Parkplatz beim Hotel Rothenfels, knapp 1 Std.). Im Bühler Hafen startet die »Santa Maria Loreto«, der Nachbau einer Lädine, zu ihren Rundfahrten (Anmeldung bei der Wassersportschule Oberallgäu, Tel. 0 83 23 / 5 22 00, www.alpsee-segler).
Alpsee Bergwelt Ein wenig Abenteuer gefällig? Von Ratholz westlich des Alpsees bringt eine Sesselbahn in ein kleines Wander- und Skigebiet rund um die Berghütte Bärenfalle (1100 m). Deutschlands längste Ganz- jahres-Rodelbahn (3 km) lässt hier mit maximal 29,5 % Gefälle, 68 Kurven, 23 Wellen und 7 »Jumps« den Blutdruck steigen (Tel. 0 83 25 / 2 52, www.alpsee-bergwelt.de). Nicht weniger aufregend ist es, in Bayerns größtem Hochseilgarten herumzuturnen (► Tipp S. 110).
Missen Dem 1807 in Missen-Wilhams (10 km nordwestlich von Immenstadt) geborenen Carl Hirnbein, der in den 1840er-Jahren die Weich¬käse-Fabrikation einführte und damit aus dem blauen das grüne Allgäu machte (►Berühmte Persönlichkeiten), sind im Haus des Gastes in Missen ein Museum und ein landschaftlich interessanter, gut 6 km langer Wanderweg von Missen nach Weitnau gewidmet. In der ursprünglich spätgotischen Kirche St. Martin blieben beim Umbau 1819 Wandmalereien im Chor erhalten, die dem berühmten Mem- minger Hans Strigel d. Ä. zugeschrieben werden (Mitte 15. Jh.). Im Brauereigasthof Schäffler (►S. 162) kann man einmal im Monat die mobile Mini-Brauerei in Aktion erleben, die im Guinness-Buch der Rekorde verzeichnet ist. Eine lohnende Unternehmung ist die leichte Wanderung hinauf zur Thaler Höhe (1166 m): über die Pfarralm südöstlich auf den Grat, diesem mit herrlichem Ausblick folgend zur Skilift-Bergstation, dann vorbei an der Hofackeralpe hinunter zum ßerggasthof Thaler Höhe und zurück nach Missen (ca. 3 Std.).
Mit 1242 m Höhe ist der 5 km lange Hauchenberg die höchste Erhe¬bung des Allgäuer Alpenvorlands. Eine ganze Reihe von markierten Wegen führt auf diesen mächtigen Walfischbuckel, der zwischen dem Iller- und dem Weitnauer Tal eine überaus reizvolle Landschaft (mekong kreuzfahrt) überragt und bei Wanderern (und Mountainbikern) entsprechend beliebt ist. Egal ob man ihn von Wilhams, Missen oder Diepolz (s. u.) aus oder von Norden über den Jägersteig erklimmt, eine Überschreitung des ganzen Grats ist mit Rückkehr an einem halben Tag möglich.
Nördlich von Immenstadt steigen die Bergstätten über 1000 m hoch an, ein zauberhaftes Wandergebiet mit prachtvollem Blick übers gan- ze Oberallgäu. Eine schöne kleine Runde: von Zaunberg über Luitharz nach Akams, dann westlich nach Knottenried und zurück nach Zaumberg (gesamt 2-2.30 Std.). Im 1035 m hoch gelegenen Diepolz am Hauchenberg bietet das Allgäuer Bergbauernmuseum etwas für die ganze Familie. Hier gibt es einen Bauernhof mit Braunvieh und anderem Getier, eine Alphütte mit Käsküche, ei¬nen Kräutergarten und Mög-lichkeiten für Kinder zum Spielen (geöffnet von Ostersonntag bis Anfang Nov. tägl. 10.00 bis 18.00 Uhr, www.bergbauern museum.de). Die benachbarte Bergkäserei Diepolz verarbeitet pro Tag ca. 3500 1 beste Milch von kleinen Erzeugern; nach Absprache kann man beim But¬tern und Käsen zuschauen.
Überaus idyllisch liegt der Niedersonthofener See (10 km nördlich von Immenstadt) mit mehreren Badeplätzen, man kann sogar segeln und windsurfen. Ein Highlight ist auch die kleine, angenehme Wan- derung von Niedersonthofen westlich zum Falltobel, dann nördlich nach Rieggis, nordöstlich auf den Stoffelberg (1063 m) und zurück nach Niedersonthofen (gesamt ca. 3 Std.). Dort lohnt sich ein Blick in die Pfarrkirche St. Alexander und Georg (frühes 16. Jh., Ausstattung 18./19. Jh.) wegen der »Franzosenstühle«: Die geschnitzten Gestühlwangen im Mittelgang (von S. Petrich aus Missen, 1819) erinnern an den Abzug der Franzosen im Jahr 1796, die dank des sprach¬kundigen Anton linier aus Wollmuths den Ort unangetastet ließen.
Die »Hörner« Südlich des Alpsees sind das Immenstädter Horn (1489 m) und das Gschwender Horn (1450 m) interessante Wanderreviere. Letzteres wurde schon in den 1990er-Jahren renaturiert, d. h. veraltete Skilifte wurden abmontiert und überflüssige Liftschneisen aufgeforstet. Von Gschwend kann man eine lohnende, abwechlungsreiche Wanderung unternehmen: südwestlich zur Kes- selbergalpe und zum Immenstädter Horn (mit einem Kruzifixus in Lebensgröße und herrlichem Blick auf den Alpsee), dann zum ganzjährig bewirtschafteten Kemptener Naturfreundehaus und nördlich zum Gschwender Horn. Zurück geht es über die Gschwenderberg- Alpe nach Gschwend (insgesamt 4-5 Std., unschwierig, aber anstrengend).
Mittag Am 1451 m hohen Mittag (Sesselbahn) liegen einige Alpen wie die Alpe Hochried, wo Frühaufsteher zwischen Ende Mai und Mitte Sept. ab 8 Uhr beim Käsen Zusehen können. Vom Gipfel hat man eine herrliche Aussicht. Ein winterliches Highlight ist die nicht weniger als 5,2 km lange Schlittenbahn hinunter nach Immenstadt. Vom Mittag kann man die anspruchsvolle Tour über die Nagelfluhkette zum Hochgrat unternehmen (6-7 Std., ►Oberstaufen). Auch die kürzere Tour (vietnam halong bucht tour) vom Mittag zum Stuiben mit Abstieg durchs Steigbachtal nach Immenstadt (gesamt 4-5 Std., für Trittsichere und Schwindelfreie) oder an der Südflanke der Nagelfluhkette zur Gunzesrieder Säge bzw. nach Gunzesried (►Sonthofen) ist überaus reizvoll.
Baedeker TIPP
Langer Grat
Ein besonderes Vergnügen ist die Kammwanderung nördlich von Alpsee und Konstanzer Ach. In ca. 5 Std. geht man von Wengen bei Oberstaufen hinauf zur Salmaser Höhe (1254 m), einem legendären Aussichtspunkt, weiter über Thaler Höhe und Zaumberg nach Bühl.

 

Reiseziele in Allgäu (Teil 3)

Füssen
Landkreis: Ostallgäu Höhe: 803 m ü.d.M.
Einwohnerzahl: 14 000
Wer das Schloss Neuschwanstein besucht, lässt das benachbarte Füssen natürlich nicht aus. Mit seiner romantischen Altstadt unter dem mächtigen Hohen Schloss und mit dem bedeutenden Kloster St. Mang liegt es vor einer eindrücklichen Gebirgskulisse am Lech, der hier ins flache Vorland tritt.
Füssen ist eine der ältesten Siedlungen am Alpennordrand. Für die römische Provinz Raetia Secunda ist ein Ort namens »Foetibus« bezeugt, und auf dem Schlossberg fand man spätrömische Festungsmauern: Hier überwand die Via Claudia Augusta zwischen Italien und Augsburg den Lech. Aus der um 748 gegründeten Zelle des St. Galler Mönchs Magnus entwickelte sich ein bedeutendes Kloster, das für Jahrhunderte wirtschaftliches und kulturelles Zentrum der Gegend (rundreise vietnam kambodscha) blieb. 1313 gelangten Kloster und Ort, der 1268/1274 Reichsstadt geworden war, an das Augsburger Hochstift, das sie bis 1803 in
Besitz hatte. Die Lage an einem wichtigen Handelsweg sorgte auch in Mittelalter und früher Neuzeit für Prosperität. Die Industrialisierung hielt im 19. Jh. mit einer Seilerwarenfabrik Einzug, für einen Aufschwung anderer Art sorgten zur selben Zeit die bayerischen Könige Max II. und Ludwig II., die im nahen ► Schwangau ihre prächtigen Schlösser um- bzw. erbauten. Und noch heute profitiert Füssen – an der Deutschen Alpenstraße und der Romantikstraße gelegen – von diesen Publikumsmagneten.

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Fuessen in Allgaeu
Sehenswertes in Füssen (halong bucht vietnam)
Die kleine Altstadt zwischen Sebastianstraße und Burg gruppiert sich um das Karree von Reichenstraße, die z. T. der römischen Via Claudia Augusta folgt, und Brunnengasse. Schöne Bürgerhäuser aus Spätgotik und Barock bilden den Rahmen für Straßencafes und Läden.
Einen Blick wert ist die Krippkirche St. Nikolaus (J. J. Herkomer,1718) mit ihrem Hochaltar von Dominikus Zimmermann. Ums Eck liegt der Schrannenplatz, das spätgotische Kornhaus ist heute ein hübscher kleiner Markt, wo man auch feine Kleinigkeiten zu sich nehmen kann. Am Haus Brunnengasse 18 erinnert ein Relief von Anton Sturm (1690-1757) an diesen bedeutenden Barockbildhauer (u. a. Wieskirche, Ottobeuren), der hier wohnte. Weiter östlich hilden die Reste der Stadtmauer mit dem denkmalgeschützten Alten Friedhof ein hübsches Ensemble. Hier ist der Domenico Quaglio bestattet, der das Schloss Hohenschwangau entwarf; das Sandsteingrabmal stiftete sein Auftraggeber Max II. Vom anschließenden Franzis-kanerkloster, erbaut um 1630 (Westflügel) bzw. 1714 (Südflügel), hat man einen schönen Blick auf Altstadt und Burg.
Hohes Schloss Das Hohe Schloss ~ prächtig an der höchsten Stelle zwischen Stadt und Kloster gelegen – entstand ab 1291 auf den Grundmauern eines spätrömischen Kastells und war ab 1313 Residenz der Stadtherren, der Augsburger Fürstbischöfe. 1494-1503 wurde es erweitert und seitdem nur wenig verändert. Einzigartig sind die Illusionsmalereien an den Fassaden, die Fidelis Eichele aus Hcchingen 1499 schuf und als eine der frühesten »Lüftlmalereien« in Bayern gelten.
In den Repräsentationsräumen des 2. Stocks mit reich geschnitzten Kassettendecken zeigt eine Filiale der Bayerischen Staatsgemälde¬sammlungen hervorragende Kunstwerke des 15./16. Jh.s aus Schwaben, im 1. Stock präsentiert die Städtische Galerie köstliche Zeich- Hungen von Franz Graf von Pocci, Werke der Münchner Schule des 19. Jh.s und Füssener Künstler (beide geöffnet April -Okt. Di.—So.
11.00 bis 16.00 Uhr, sonst ab 14.00 Uhr).
Am Südfuß des Burgfelsens liegt der mächtige Komplex der einstigen Benediktinerabtei, die auf die Zelle des »Schwabenapostels« Magnus zurückgeht. Die Stiftskirche St. Mang, die über dessen Grabstätte steht, hat eine lange Geschichte; aus romanischer Zeit (936-1074) stammen das Untergeschoß des Turms, die Ostkrypta mit den ältesten Fresken Bayerns (um 980; Foto ►S. 56) – den zeitgenössischen Buchmalereien der Insel Reichenau verwandt – und der Westchor.
Die heutige Kirche wurde auf dem Grundriss der Basilika des 11./12.
Jh.s (deshalb die ungewöhnliche doppelchörige Anlage) von Johann Jakob Herkomer 1701-1717 in festlichem, doch recht kühlem Barock aufgeführt. Herkomer hatte in Italien die venezianische Architek¬tur des 16. Jh.s studiert, insbesondere Palladio. Von ihm stammen auch Stuck und Fresken; das Gemälde in der östlichen Langhaus¬kuppel, auf dem Magnus bei Roß-haupten den Drachen besiegt, schuf jedoch Franz Georg Her¬mann (1720). Auch die beiden Drachenleuchter vor dem Hochaltar (Thomas Seitz, 1724) beziehen sich auf diese Legende: Der hl.
Magnus soll die Drachen gezwungen haben, ihm das Licht zu tragen – so wird der doppelte Sinn des Namens Lucifer symbolisiert,
»Lichtträger« und »Teufel«. Sehr ausdrucksvoll sind im Hochaltar die Marmorfiguren der hll. Kolum¬ban, Benedikt, Scholastika und
Gallus, vorzügliche Werke von An- I in die Stiftskirche St. Mang ton Sturm. Ein Kleinod ist auch I die Magnuskapelle unter der
Orgelempore. In den prachtvollen Konventsräumen — u. a. Fürstensaal, Bibliothek, Refektorium – dokumentiert das Museum der Stadt Füssen die Geschichte des Klosters und des Füssener Geigenbaus (geöffnet April-Okt. Di.-So. 10.00-17.00, sonst 13.00-16.00 Uhr). Es © bezieht auch die St-Anna-Kapelle mit dem großen, eindrucksvollen Totentanz von Jakob Hiebeier (1602) ein.
Walch (1749) das ebenso farbenprächtige Bild. Von der anderen Seite des Lechs hat man einen schönen Blick auf die Burg.

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FÜSSEN ERLEBEN
AUSKUNFT
Füssen Tourismus Kaiser-Maximilian-Platz l 87629 Füssen im Allgäu Tel. (0 83 62) 93 85-0 www.stadt-fiiessen.de
FESTE UND EVENTS
Mai-Sept.: Konzerte im Fürstensaal des Klosters. Mitte Aug.: Kaiserfest. Ende Aug.: Festival »vielsaitig«.
So. um den 6. Sept.: Magnusfest.
ESSEN
► Preiswert / Erschwinglich
® Gasthof Schwanen
Brotmarkt 4, 87629 Füssen Tel. (0 83 62) 61 74 Jahrhundertealter Gasthof, der einst zum Kloster gehörte, mit bayerisch¬schwäbischer Küche.
© Fischerhütte
Uferstr. 16, 87629 Hopfen am See Tel. (0 83 62) 91 97-0 Gute schwäbische und Allgäuer Küche, auch frischer Fisch und internationale Gerichte. Von der schönen Terrasse
am See kann man die prachtvolle Aussicht genießen.
ÜBERNACHTEN ► Günstig / Komfortabel
® Altstadthotel Zum Hechten
Ritterstr. 6, 87629 Füssen Tel. (0 83 62) 91 60-0 www.hotel-hechten.de Zentral, aber ruhig gelegenes alt¬ehrwürdiges Haus, geschmackvoll¬schlichte Zimmer. In der ziemlich schrill gestalteten Gaststube wird handfeste heimische Kost serviert.
© Seespitz Pfrontener Str. 45 87629 Füssen-Weißensee Tel. (0 83 62) 3 88 99 www.seespitz.com Appartementhotel am Ufer des Weißensees, ideal für Familienferien: mit l-/3-Zimmer-Wohnungen, benachbartem Strandbad, Kindergarten, Hallenbad und großem Angebot an Aktivitäten. Geschmackvoll auf alt gemacht sind das italienische Restaurant und die Südtiroler Bauernstube.
Umgebung von Füssen
Lechfall und Kalvarienberg Südwestlich der Füssener Altstadt bricht der Lech 15 m tief (einst waren es 100 m) durch das Gebirge und braust durch eine enge Schlucht. Den besten Blick hat man vom König-Max-Steg an der Tiroler Straße (B17). Oberhalb des Stegs, am rechten Ufer oberhalb des Parkplatzes, ist eine Gletschermühle mit einer Vertiefung in Form eines Fußes zu sehen: der Magnustritt. Von bösen Heiden verfolgt, soll der hl. Magnus hier über die Klamm gesprungen sein. Von der nahen Kirche Unserer Lieben Frau aus kann man den Kalvarien¬berg erklimmen und den herrlichen Ausblick auf die Stadt und die Ostallgäuer Seen genießen. In gut 20 Min. geht man von dort zum wunderbar idyllischen Schwansee hinunter (►Schwangau); nach sei¬ner Umrundung kehrt man in 1 Std. auf dem Alpenrosenweg zurück zum Lechfall.
»Das« Allgäuer Paradies für Freizeit und Wassersport ist der Forggen¬see nördlich von Füssen. 1954 wurde der Lech mit einer 41 m hohen Talsperre zu Bayerns größtem künstlichem See aufgestaut; benannt ist er nach dem Weiler Forggen, der in seinem Wasser unterging. Bei einer Schiffsfahrt kann man von Ende Mai bis Mitte Okt. den herrli¬chen Blick auf die Königsschlösser und die Allgäuer Alpen genießen (Anlegestellen: Füssen, Festspielhaus, Waltenhofen, Brunnen, Oster¬reinen, Dietringen, Roßhaupten, Staudamm). Im Jahr 2000 wurde auf einer künstlichen Terrasse am Ostufer das Festspielhaus Neu¬schwanstein eröffnet. Die erste Produktion war das durchaus gelun¬gene Musical »Ludwig II. – Sehnsucht nach dem Paradies«, ab 2003 lief »Ludwig2«. 2007 musste man Insolvenz anmelden; das Aufkom¬men an Feriengästen und Neuschwanstein-Besuchern reichte für die notwendige 50-%-Auslastung nicht aus. Über die Zukunft des Hau- ses wird nachgedacht (Info unter Tel. 0 83 62 / 50 77-0, www.festspiclhaus- neuschwanstein.de). Eine 32 km lange, familientaugliche Radroute führt rings um den See; unterwegs kann man an schönen Plätzen mit großartiger Aus¬sicht Rast machen.
Am Nordende des Forggensees ist in der Lechschlucht bei Roßhaupten das Kraftwerk der Staustufe l mit interessantem Informationszentrum zu fin¬den (geöffnet Mo.-Do. 7.00-15.00,Fr. bis 14.00, Sa./So. bis 17.00 Uhr; Anf. Okt.-15. Mai nur werktags). Kraftwerksführungen finden Mi. 14.00 Uhr statt, Anmeldung bei der Tourist-Information Roßhaupten ist nötig (Tel. 0 83 67 / 3 64, www.rosshaupten.de).
Königsschlösser ►Schwangau
Sameister Nördlich des Forggensees, etwa zwischen Halblech, Roßhaupten und Lechbruck, breitet sich – abseits des Trubels in Füssen und Schwangau – ein idyllisches Ländchen mit prachtvollem Panorama aus, das man zu Fuß oder auf dem Rad genießen sollte. Schöne Badeplätze findet man etwa an Iliasbergsee, Schinutterweiher und Sameisterwei- her. In Sameister – 1287 als »Saummeister« dokumentiert, was auf die Rolle als Poststation verweist – steht eines der ungewöhnlichsten Bauwerke des Allgäus, die Kapelle Mariä Sieben Schmerzen und zum Hl. Grab, das erste Werk Johann Jakob Herkomers in seiner Heimat (geweiht 1688; ►Füssen, St. Mang): italienischer Frühbarock, geprägt von der Tradition Palladios. Typisch dafür sind der Grundriss in Form eines griechischen Kreuzes und die halbrunden, dreigeteilten Fenster (»Thermenfenster«). Herkomer, der auch Stuck und Ausmalung größtenteils besorgte, ist hier bestattet. Der benachbarte Gasthof Adler, ehemals Tafernwirtschaft und Posthalterei, ist das Geburtshaus Herkomers (*1648 oder 1652); er bietet gemütliche Einkehr, handfeste Küche und auch einige Zimmer (Tel. 0 83 67 / 3 92).
Füssener Seenland (halong bucht vietnam) Der Hopfensee ist, da maximal 12 m tief, einer der wärmsten Seen im Voralpenland (bis 25 °C) und besitzt schöne Badestrände. Dank seiner prachtvollen Bergkulisse wird er als »Riviera des Allgäus« ge¬rühmt. An seinem Nordrand liegt der Luft- und Kneippkurort Hop¬fen am See; die Seepromenade, ein asphaltierter, baumloser Weg am künstlich befestigten Ufer, kann trotz des Ausblicks nicht begeistern. Eine Idylle ist der kleine Faulensee westlich von Rieden mit einem Badeplatz. Der ländliche Luftkurort Weißensee ist nach dem See benannt, der sich entlang einem bewaldeten Berghang erstreckt, ln ca. 2.00 Std. ist die lohnende Runde um den See zu absolvieren. Vom Südufer kann man zum Alatsee hinaufgehen (40 Min., ►S. 159).
BAEDEKER TIPP
Advent in Roßhaupten
Im Dezember wird der Dorfplatz von Roßhaupten zum größten Adventskalender Deutschlands: Jeden Abend leuchtet ein weiteres Fenster mit selbstgemalten bunten Bildern auf, zwischen Weihnachten und Dreikönig erstrahlt der ganze »Kalender«.

 

Reiseziele in Allgäu ( Teil 2)

Bregenz
Staat: Österreich Einwohnerzahl: 27 000
Höhe: 395m ü.d.M.
Bregenz (mekong kreuzfahrt) besticht durch seine schöne Lage am Bodensee, umgeben von eindrucksvollen Bergen. Im Sommer pilgern Musik- und Opernfreunde zu den Bregenzer Festspielen und genießen die Aufführungen auf der berühmten, einzigartigen Seebühne.
Bregenz gestern und heute Die Hauptstadt und zweitgrößte Stadt des österreichischen Bundeslandes Vorarlberg liegt zu Füßen des Pfänders auf einem Plateau, das in Terrassen zum Bodensee hin abfällt. Seit 15 v. Chr., als die Römer die keltische Siedlung Brigantium eroberten, war Bregenz ein bedeutender Handels- und Hafenplatz am See. Im Mittelalter begründete der Holzhandel einen gewissen Wohlstand, nach dessen Niedergang der Kornhandel. Neuen wirtschaftlichen Aufschwung brachte die Industrialisierung im 19. Jh.; im Jahr 1884 wurden die Arlbergbahn und die österreichische Dampfschifffahrt auf dem Bodensee eröffnet, die Handel und Tourismus förderten. Seit 1860 Sitz des Landtags von Vorarlberg, avancierte Bregenz 1923 zur Landeshauptstadt.

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Sehenswertes in Bregenz
Die weitläufigen Parkanlagen mit herrlichem Blick über den See, die schon 1888 geschaffen wurden, laden zum Flanieren, Radfahren und Inlineskaten ein. östlich der Hafen, von dem die Schiffe der Weißen Flotte zur ihren Linien- und Ausflugsfahrten ablegen, im Westen findet man das Spielcasino, das Festspiel- und Kongresshaus mit der Seebühne und ein Freizeitareal mit Hallenbad und Sporthafen.
Seit 1946 – damals dienten zwei Kieskähne im Gondelhafen als Bühne – haben sich die Bregenzer Festspiele zum festen Bestandteil des internationalen Musiktheaters entwickelt. Die heutige Seebühne, die größte der Welt, ruht auf 200 Pfählen, fast 7000 Zuschauer fasst die Tribüne. In Juli und August lassen sich Hunderttausende Besucher von den hochkarätigen, fantasievollen Operninszenierungen vor dem wunderbaren Hintergrund des Sees verzaubern. Musicals, Ballett und Konzerte vervollständigen das Programm. (In Führungen kann man einen Blick hinter die Kulissen werfen.) Das Festspiel- und Kongresshaus, zuvor ein eher funktionaler als schöner Bau (1980), wurde neu gestaltet und besticht nun mit schlichten, starken Formen, viel Glas sorgt für Transparenz.

Bregenz

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Mittelpunkt der Unterstadt, die durch Bahngleise und Durchgangsstraße vom Ufer getrennt wird, ist der Kornmarktplatz, früher Zentrum des Getreidehandels (Di., Fr. Obst- und Gemüsemarkt). Zwischen Kornmarkttheater/Landesmuseum und dem in »Schönbrunner Gelb« leuchtenden »Kaiserlich- Königlichen Postgebäude« (1895) steht das Kunsthaus Bregenz. Die Rokokokapelle St. Nepomuk (J. M. Beer, 1757) an der Kornmarkt¬straße ist dem Schutzpatron der in Wassernot Geratenen geweiht.
1997 wurde das aufsehenerregende Kunsthaus Bregenz eröffnet, das der renommierte Schweizer Architekt Peter Zumthor entwarf. Tagsüber nimmt der gläserne Kubus das Licht des Himmels und des Sees auf und strahlt es je nach Tageszeit, Witterung und Blickwinkel un-terschiedlich zurück, nachts leuchtet er mystisch. In Wechselausstellungen wird zeitgenössische Kunst präsentiert, mit den Schwerpunkten Bildende Kunst, Architektur und Design (geöffnet 10.00-18.00, Do. bis 21.00 Uhr).
Durch die Rathausstraße mit dem Rathaus (seit 1810, 1686 von Johann Georg Kuen als Getreidespeicher errichtet) kommt man zum lebhaften Leutbühel, schon früher Marktplatz und Verkehrsdrehscheibe. In der vom Leutbühel abgehenden Kirchstraße findet man die schmälste Hausfassade der Welt mit 86 cm Breite. Die gepflasterte Maurachgasse bringt zum unteren, wappengeschmückten Stadttor der romantischen Oberstadt (Altstadt) mit ihren drei Gassen und hübschen Fachwerkhäuschen. Hier lag die keltische und später römisehe Stadt Brigantium. Der Martinsturm ( 1602) ist das Wahrzeichen der Stadt, seine mit Schindeln gedeckte barocke Zwiebelhaube gilt als die größte in Mitteleuropa. In seinem Obergeschoss ist eine mili-tärgeschichtliche Sammlung untergebracht, man hat auch einen herrlichen Ausblick auf die Stadt und den See. Die an den Turm anschließende Martinskirche besitzt bedeutende Fresken aus dem 14./15. Jahrhundert.
Der Ehregutaplatz ist nach der sagenhaften Retterin der Stadt benannt: Als 1407 in den Appenzeller Kriegen Bregenz belagert wurde, soll die Bettlerin Guta die Planung des Angriffs belauscht haben; so konnte sie die Bregenzer rechtzeitig warnen. Noch in den 1920er-Jahren rief der Stadtwärter vom Martinsturm »Ehret die Guta«. Das Westeck des Platzes bildet das barocke Deuringschlössle (um 1690), heute ein edles Hotel mit ebensolchem Restaurant (►S. 150). Viele Maler, u.a. Egon Schiele, haben das schmucke Schlösschen in Bildern verewigt. Das Alte Rathaus in der Eponastraße, errichtet 1662 von Michael Kuen, wird als Wohnhaus genutzt.
Südwestlich der Oberstadt, jenseits des Thalbachs, liegt das Kapuzinerkloster mit der Kapuzinerkirche von 1636, die im 18. Jh. um eine Josephskapelle erweitert wurde. Bis vor wenigen Jahren lebten hier noch Kapuzinermönche. Die Pfarrkirche St. Gallus, ein einfacher gotischer Bau (14./15. Jh.), wurde von Franz Anton Beer um 1740 erweitert und spätbarock ausgestattet; sie gilt als besonders schönes Beispiel für den Bodenseebarock. Besonders zu beachten ist das Altarblatt »Anbetung der Könige« – eine der Hirtinnen trägt die Züge der österreichischen Kaiserin Maria Theresia. Das barocke Chorgestühl von Johann Joseph Christian.
Umgebung von Bregenz (vietnam kambodscha laos)
Südlich ragt über Bregenz der ca. 600 m hohe Gebhardsberg auf, mit dem der Bergzug des Pfänders (s. u.) schroff zum Tal der Bregenzer Ach abfallt. Hier finden sich die Reste der Burg Hohenbregenz, die 1647 von den Schweden zerstört wurde, und eine Wallfahrtskapelle aus dem 18. Jh. (Fresken um 1900). Von hier, besonders von der Terrasse des Burgrestaurants (*-S. 150), hat man einen überwätligenden Blick auf Bregenz, den See, ins Rheintal hinauf und über die Berge des Appenzellerlands – an klaren Tagen erkennt man die Türme von Konstanz. Lohnender Abstieg südlich auf dem »Ferdinand-Kinz- Weg« hinunter zur Langener Straße.
Ein beliebtes Freizeit- und Wanderrevier, dazu großartige Ausblicke bietet der Bregenzer Hausberg, der 1062 m hohe Pfänder. Mit einerr Seilschwebebahn gelangt man in wenigen Minuten hinauf; die Talstation mit dem netten Pfanderbahn-Museum ist 5 Gchminuten vom Hafen und 15 Min. vom Bahnhof entfernt (Stadtbus Linie 1). Von Lochau führt ein Sträßchen über Haggen auf den Berg. Bei der Bergstation der Seilschwebebahn (1022 m) liegt das Berghaus Pfänder mit Restaurant. Hier beginnt der Rundgang durch den Alpenwildpark (ganzjährig geöffnet) — mit Steinböcken, Hirschen, Mufflons, Murmeltieren etc. – und die Adlerwarte (Mai-Anf. Okt.), die um 11.00 und 14.30 Uhr eine Greifvogel-Flugschau veranstaltet. Den Gipfel erreicht man vom Berghaus in 10 Minuten. Für den Abstieg hat man einige Möglichkeiten: über das »Gschlief« zur Talstation (1.15 Std.), über Fluh zur Bregenzer Oberstadt (1.45 Std.) oder von Hintermoos nach Klausmühle und am See entlang nach Bregenz (2 Std.). Auch Radfreunde finden auf dem Pfänder herrliche Wege, die Pfänderbahn befördert das Gefährt (8.30-10.00 Uhr, von 18.00 bis 19.00 Uhr sogar gratis) und gibt Tipps für Touren. Für die Tour nach Scheidegg ►S. 227.

Baedeker TIPP
Winterfreuden auf dem Pfänder
Auf dem Berg gibt’s einige beliebte kleine Skihänge. Für die Rast ist besonders das legendäre, gemütliche Gasthaus Pfänderdohle aus dem Jahr 1911 zu empfehlen, am Kachelofen genießt man heimische Küche. Und bei ausreichend Schnee kann man auf einer 5 km langen Naturbahn über Fluh nach Bregenz hinunterrodeln.

WUSSTEN SIE SCHON
1562 wurde in Füssen die erste Lautenmacherzunft Europas gegründet. In der Barockzeit entwickelte sich die Stadt zu dem – neben Mittenwald – bedeutendsten Zentrum des deutschen Geigenbaus. Heute stellen noch drei Geigenbauer-Werkstätten und ein Zupfinstrumentenbauer hochwertige Instrumente her.

 

Reiseziele in Allgäu (Teil 1)

Bad Wörishofen
Landkreis: Unterallgäu Höhe: 626-670 m ü.d.M.
Einwohnerzahl: 13 900
Das Jahr 1855 war für ein unbedeutendes Unterallgäuer Bauerndorf in der Nähe von Mindelheim eine Zeitenwende. Damals kam der junge Geistliche Sebastian Kneipp hierher – und heute ist Bad Wörishofen einer der bekanntesten Kurorte der Welt.
Der 34-jährige Kaplan sollte dem nach der Säkularisation zu Anfang des 19. Jh.s notleidenden Dominikanerinnenkloster wieder auf die Sprünge helfen, und das tat der erstaunliche Mann mit großer Tatkraft. Als er bei seinem Studium in München an »Lungenschwindsucht« erkrankt war, hatte er sich mit Bädern in der eiskalten Isar kuriert, und in Wörishofen betätigte er sich nicht nur als Seelsorger für die Nonnen. Er brachte unter anderem die Landwirtschaft auf Vordermann, richtete Schulen ein und entwickelte sein — wie man heute sagt – ganzheitliches Konzept einer gesunden Lebensführung: ausgewogene Ernährung, körperliche Tätigkeit und seelische Ordnung, ergänzt durch die Heilkraft von kaltem Wasser und Kräutern. Der Ruf des »Wasserdoktors« machte rasch die Runde; 1880 zählte man schon 5000 Kurgäste im Jahr, und seit 1920 darf sich Wörishofen »Bad« nennen.

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Bad Woerishofen
Sebastian Kneipp ist in Bad Wörishofen allgegenwärtig, sei es in Denkmälern oder mit den vielfältigen gesunden Produkten, die sei- nen Namen tragen. Etwa 100 Hotels und Pensionen – kaum ein Haus, das keine Kuren anbietet -, dazu acht Sanatorien sorgen für die Gäste, auch solche, die gesund sind und es bleiben wollen. Ein herrlicher Park mit Kurhaus, Rosen- und Heilkräutergarten und Kneippanlagen lädt zum Flanieren ein. Für Kurzweil und Anregung sorgt ein großes Programm: Musik aller Art, Tanztees, Theater und Lesungen etc.; ebenso wird Sport großgeschrieben, vom geruhsamen Wandern in der sanften Landschaft (mekong kreuzfahrt) des Unterallgäus über heftigeres Nordic Walking bis zum Langlauf, Schwimmen und Golfen.
In der Pfarrkirche St. Justina war Kneipp von 1881 bis zu seinem Tod 1897 Seelsorger. Ihr Backsteinturm und Chor stammen noch vom spätgotischen Vorgängerbau (1520), das Langhaus entstand um 1700, seine Stuckierung und Deckenfresken 1780. Im Westteil des Langhauses predigt Pfarrer Kneipp von der Decke (1936). Nebenan der Pfarrhof, das Domizil Kneipps ab 1881. Das vierflügelige Dominikanerinnenkloster erbauten berühmte Vorarlberger Meister, Franz Beer und sein Sohn Johann Michael (1719- 1723); für die Ausgestal¬tung sorgten die Brüder Zimmermann. In seiner Kirche Maria Königin der Engel vereinen sich der Stuck von Dominikus Zimmermann und die Fresken seines Bruders Johann Baptist mit den prächtigen Altären des Augsburger Dominikanerbruders Valentin (um 1722) – ungewöhnlicherweise aus Holz, mit feinsten Intarsien – zu einem überwältigenden Eindruck. In der Marienkapelle (vom Vorraum zugänglich) sind nicht nur eine Kopie der Madonna von Einsiedeln (17. Jh.) und ein »Prager Jesuskind« zu sehen, sondern auch ein »Blumen- und Kräuterhimmel«, gemalt 1956 von Mater Donatilla von Eckhard. Das Sebastian-Kneipp-Museum im Ostflügel des Klosters lässt Leben und Werk des Wasserpfarrers Wiedererstehen (geöff-® net 15. Jan.- 15. Nov. Di.-So. 15.00- 18.00 Uhr). Noch aus Kneipps Zeiten datieren das Alte Badehaus und die Wandelhalle an der Promenadenstraße; das Badehäuschen (Hartenthaler Str. 10) stand ursprünglich im Kreuzgarten des Klosters.
Für die Kurgäste sind in der Umgebung diverse Rad-, Spazier- und Wanderwege eingerichtet, u. a. zum gezielten Kreislauftraining. Der Kneipp-Wanderweg führt von Bad Wörishofen über Ottobeuren nach Bad Grönenbach (40 km). Kunstinteressierte steuern – auch zu Fuß zu empfehlen – Schlingen (3 km südlich von Bad Wörishofen) an; in der reich ausgestatteten Kirche St.
Martin (ursprünglich Anfang 15. Jh., Umbau bis 1697) sind die Fresken des Tirolers F. A.
Zeiller (1763) hervorzuheben, der auch die Basilika Ottobeuren ausgestaltete. Das west¬lich benachbarte Unter¬gammenried besitzt eine interessante Wallfahrtskirche (St. Ras- so). Die wachsende Wallfahrt zu einem Gnadenbild und Reliquien des hl. Rasso, ei- Die moderne Therme bietel alles für den Spaß am und im Wasser. nes Grafen von Die- I ßen-Andechs (t 953), machte einen Neubau notwendig (geweiht 1756); außer der gemalten Scheinarchitektur und -dekoration und den Fresken des Augsburgers ). Hartmann mit Szenen aus der Rasso-Vita ist der mächtige zweistöckige Hauptaltar bemerkenswert. Eine Rarität ist die Schrankorgel (um 1720). Nach der Kunst empfiehlt sich der Weg hinauf nach Hartenthal; im beliebten Biergarten des Hartenthaler Hofs sitzt man schattig mit schöner Aussicht. Für den Rückweg nach Bad Wörishofen über das »Versunkene Schloss« braucht man eine gute Stunde. Architekturhistorisch Interessierte machen einen Ausflug zum Georgenberg östlich von Rieden: Auf dem aussichtsreichen Buckel thront einsam eine bedeutende romanische Kirche (um 1180) aus unverputzten Tuffquadern mit spätgotischem Backsteinturm (15. Jh.). Ihre beachtliche Ausstattung umfasst u. a. Wandmalereien aus dem 13. bis 16. Jh., eine hölzerne Kassettendecke des 17. Jh.s im Langhaus und ein großes Kruzifix von ca.
1170 (Kopie). Der Weg auf den Berg ist von alten Linden und sechs Kapellen vom Ende des 17. Jahrhunderts gesäumt.
Wanderung nach Mindelheim Die hübsche Nachbarstadt ► Mindelheim ist auf einer angenehmen, leichten Wanderung zu erreichen (ca. 12 km, 3.00 Std., Rückfahrt mit VVM-Bus): Nordwestlich durchs Zillertal – die einst bekannte Falknerei Adlerhorst gibt es nicht mehr – auf dem Schwäbisch-Allgäuer Wanderweg über Dorschhausen und Katzenhirn zur Kapelle St. Anna (mit Waldrestaurant), dann westlich durch den Mindelhei- mer Stadtwald – nördlich der BIS – nach Mindelheim.
Allgäu-Skyline- Park An der A 96 (Ausfahrt Bad Wörishofen) lockt der Allgäu-Skyline- Park mit diversen spektakulären Attraktionen für Kinder und Er- ® wachsene. Geöffnet April-Nov. tägl. 9.30-18.00, im Sommer bis 19.00 Uhr. Info Tel. Ol805 88 48 80, www.skylinepark.de. Beachten: An Pfingstmontag, Christi Himmelfahrt und Mariä Himmelfahrt (15. Aug.) ist der Park besonders gut besucht.
Katzbrui ►Mindelheim
Bad Wurzach
Landkreis: Ravensburg Einwohnerzahl: 5400
Höhe: 653 m ü.d.M.
Natur, Kur, Kultur: Bad Wurzach ist ein bekanntes Moorheilbad an der Oberschwäbischen Barockstraße, das das Flair eines einstigen Residenzstädtchens mit dem Charme einer ländlichen (mekong flusskreuzfahrt kambodscha) Kleinstadt verbindet. Mit dem Wurzacher Ried besitzt es eines der größten noch intakten Hochmoore Mitteleuropas.
Der 1273 erstmals urkundlich als »oppidum Wurzun« erwähnte Ort erhielt 1333 durch Kaiser Ludwig den Bayern das Memminger Stadtrecht. Über viele Jahrhunderte gehörte er den Grafen Waldburg- Wolfegg bzw. Waldburg-Zeil; ihr bekanntestes Mitglied war der berüchtigte »Bauernjörg« (Georg III. Truchsess von Waldburg-Zeil, 1488-1531), ein Kriegsunternehmer, der u. a. für den Schwäbischen Bund arbeitete und den Aufstand der schwäbischen Bauern blutig niederschlug (1525 Schlacht am Leprosenberg bei Wurzach). 1806 kam die Herrschaft unter württem- bergische Landeshoheit, und seit 1950 darf sich Wurzach »Bad« nennen: Seit 1936 wird das Moor und seit 1996 die Thermalquelle (fluoridhaltiges Natrium-Hydrogenkarbonat-Wasser) therapeutisch genützt, u. a. in einer Rheumaklinik ter Arbeitgeber ist die Glasfabrik Saint-Gobain Oberland AG, deren Werksgelände den westlichen Ortsrand dominiert.
Sehenswertes (halong bucht vietnam) in Bad Wurzach
Das Barockschloss (1723-1728, heute »Pflegehotel«), eine um einen Ehrenhof gruppierte Dreiflügelanlage, ist berühmt für ihr herrliches Treppenhaus, das zu den Juwelen der Oberschwäbischen Barockstra- ßc gehört (zugänglich tägl. 8.00- 12.00, 14.00- 18.00 Uhr): Von zwei elegant geschwungenen Treppenläufen geleitet, sieht man zu den Szenen der Herkulessage empor (1728). Der Urheber des Freskos ist nicht dokumentiert, vielleicht war es Pietro Scotti, der auch das Deckenfresko im Ordensbau des Schlosses in Ludwigsburg bei Stuttgart schuf. Im Treppenhaus finden die Residenzkonzerte statt, ebenso die Feier zur Verleihung des Friedrich-Schiedel-Literaturpreises der Stadt Bad Wurzach.Die Rokokokapelle (1763) im Kloster Maria Rosengarten gilt als »schönste Hauskapelle der Welt«. Zugänglich ist sie in Führungen (► Kurverwaltung) und bei der Vesper täglich um 17.00 Uhr. Im Kloster wurde 1936 die erste Moorbadeanstalt Württembergs eröffnet, und auch heute noch ist hier ein Kursanatorium untergebracht.

Eine andere, selten zu sehende Form des Spätbarocks prägt die Stadt- pfarrkirche (1777), die mit ihrem Turm das Stadtbild beherrscht: Bekühlen französischen Klassizismus. Das 22 m lange Deckenfresko im Langhaus schuf der aus Langenargen am Bodensee stammende Andreas Brugger. Prachtvoll auch der Hochaltar mit einem kostbaren Tabernakel von Konrad Hegenauer (um 1775).
Leprosenhaus Das ins 13. Jh. datierende Leprosenhaus an der Ravensburger Straße ist das Geburtshaus des »Moormalers« Sepp Mahler (1901-1975), © dessen Werke hier präsentiert werden (geöffnet April-Okt. Sa., So., Fei. 14.00-17.00 Uhr).

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Gottesberg- kapelle In der Wallfahrtskapelle (1709) auf dem Gottesberg südlich des Orts (699 m, mit schönem Ausblick auf die Berge) wird seit 1764 eine Heilig-Blut-Reliquie verwahrt. Alljährlich findet am 2. Freitag im Juli das aus dem 18. Jh. stammende Heilig-Blut-Fest statt, bei dem eine große Prozession mit über 1700 Reitern – nach dem Weingartner »Blutfreitag« die zweitgrößte Europas – zum Gottesberg pilgert. Das Fest beginnt um 7 Uhr morgens, wenn die Reliquie in der Stadtkirche abgeholt wird.

Wurzacher Ried Die »Basis« für das Heilbad Wurzach liefert das Wurzacher Ried, das sich unmittelbar nordwestlich des Orts ausdehnt. Mit ca. 8 km Länge und 3,5 km Breite (18 km2 stehen unter Naturschutz) ist es eines der größten und wertvollsten Moore Europas. Etwa ein Drittel ist Nie¬dermoor, ein Drittel unberührtes Hochmoor und ein weiteres Drittel Hochmoor, in dem über 200 Jahre (bis 1996) Torf abgebaut wurde. Insbesondere das nährstoffarme Hochmoor ist überaus reich an spe¬zialisierten, selten gewordenen Pflanzen, von denen ein großer Teil als Relikte der Eiszeit gilt. Auf ausgeschilderten Wander- und Rad¬wegen kann man das Ried gut erkunden. Frühestens im Jahr 2007 soll das Oberschwäbische Torfmuseum (im 1880 gegründeten Zeiler Torfwerk an der B 465) eröffnet werden; schon »in Betrieb« sind der 1,5 km lange Lehrpfad, der am Torfwerk beginnt, und das Torfbähnle vom Zeiler Torfwerk zum Torfwerk Haidgau (Fahrten April – Okt. am 2. und 4. So. des Monats, 14.00 und 15.00 Uhr). Info und Füh¬rungen beim Naturschutzzentrum Bad Wurzach (Rosengarten 1, Tel. 0 75 64 / 93 12-0, www.naturschutzzentren-bw.de).
Ebenso wie das Wurzacher Ried entstand der Rohrsee 6 km südwestlich von Bad Wurzach vor etwa 10 000 Jahren, und zwar als Toteissee nach der Würmeiszeit. Wertvoll ist er als Durchzugs- und Brutgebiet für viele Vogelarten, die hier – aufgrund des schwankenden Wasser-stands – reiche Nahrung finden. Nur bei Rohr gelangt man näher an den See heran; ornithologische Führungen veranstaltet das Naturschutzzentrum Bad Wurzach.

 

Reiseziele von A bis Z in Allgäu

ZWISCHEN BODENSEE UND SCHLOSS NEUSCHWANSTEIN, ZWISCHEN MEMMINGEN UND DEN ALLGÄUER ALPEN GIBT ES VIEL ZU ENTDECKEN UND ZU ERLEBEN.

Bad Hindelang

Ein beliebter Ferienort ist Bad Hindelang östlich von Sonthofen. Schon 1902 wurde der Teilort Oberdorf wegen seines Schwefel­moorbads vom Prinzregenten Luitpold zum »Bad« ernannt. Beson­ders allergiegeplagte Menschen können sich hier gut erholen, für Bergfreunde bietet die Umgebung viele herrliche Tourenziele.

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Bad Hindelang

Im schönen Ostrachtal liegen die Ortsteile Bad Hindelang und Bad Oberdorf, etliche Haarnadelkurven auf der Jochstraße höher Ober­joch (1136 m). Das heilkräftige Klima und die Schwefel-Moor-Bäder werden bei Herz-Kreislauf-Krankheiten, rheumatischen Beschwerden und Allergien geschätzt; Oberjoch ist praktisch frei von Allergenen. 1965 wurde Hindelang das Prädikat »Heilklimatischer und Kneipp­kurort« verliehen, 2002 der Titel »Bad«. Man zählt etwa 1 Mio. Übernachtungen im Jahr, dazu kommen 1 Mio. Tagesgäste. In frühe­ren Zeiten brachten der Erzbergbau im Hintersteiner Tal – das süd­lich tief bis zum Hochvogel vordringt (s. u.) – und der Salztransport auf der Jochstraße Wohlstand; im 18. Jh. passierten täglich 60 bis 80 Wagen. Heute legt man Wert auf die Verbindung von sanftem Tou­rismus und ökologischer Landwirtschaft; unter der Marke »Hinde­lang – Natur & Kultur« werden die lokalen Produkte im Umkreis ver­marktet, u. a. im Bauernmarkt im Zentrum von Hindelang (wo auch das Tourismusbüro zu finden ist). Den kurzfristigen Kommerz ver­liert man dabei nicht aus dem Auge: Für das Alpine Trainingszent­rum in Oberjoch wurden zusätzliche Hänge mit Beschneiungsanla- gen planiert. Die 1899 erbaute Jochstraße gilt übrigens mit 105 Kur­ven auf 7 km Länge als Deutschlands kurvenreichste Straße.

Während in Bad Hindelang die übliche neuzeitliche Alpinarchitektur in Allgäuer Variante vorherrscht, stehen in Bad Oberdorf und Hin­terstein noch schöne alte Schindelhäuser. Als Rathaus dient in Hin­delang das Jagdschloss der Augsburger Fürstbischöfe (1660). In Bad Oberdorf sind einige ganz große Kunstschätze zu finden, und zwar in der romanisch aussehenden Kirche Mariä Himmelfahrt und St. Jodok von 1938: ein Schnitzaltar des Kaufbeurer Meisters Jörg Lede­rer von 1519 (Marienkrönung, Abb. ► S. 59), eine feine Madonna von Hans Holbein d. Ä. (1493) und ein geschnitzter Palmesel mit Je­sus (1470). Sehenswertes im Ostrachtal ►unten.

Hervorragende Reviere finden Wintersportbegeisterte in Oberjoch (Abfahrtspisten am Iseler, mit Sesselbahn und Liften), im Ostrachtal mit insgesamt 45 km Loipen und drei je 3,5 km lange Rodelbahnen am Imberger Horn (Gondelbahn).

Im Sommer sind Iseler und Imberger Horn beliebte Wanderberge. Von der Bergstation braucht man zum Gipfel des Imberger Horns ca. 1 Std.; lohnend der längere Rückweg (ca. 3 Std.) hinunter zum Strausbergsattel (►S. 301) und zur Alpe Mitterhaus, dann durch das Retterschwanger Tal ins Ostrachtal. Der 1876 m hohe Iseler ist sehr schön von Hinterstein aus – vorbei an den eindrucksvollen Zipfels­bachfällen – über die Zipfelsalpe zu erklimmen (ca. 3.30 Std.); je nach Kondition zurück mit der Iselerbahn oder zu Fuß nach Ober­joch bzw. Bad Oberdorf (ca. 2.30 Std.).

Im Ostrachtal wurde ab dem Jahr 1471 Eisenerz verhüttet und im vor allem zu Waffen – Lanzen und Hellebarden für das kaiserliche Heer – verarbeitet, bis zu 75 Nagelschmieden stellten das wichtige Baumaterial her. Entlang der Ostrach vereint die »KulTour« einige Sehenwürdigkeiten, u. a. eine Sämischleder-Gerberei, drei wasser­getriebene Hammerschmieden und das Heimatmuseum in Form ei­ner Antiquitätensammlung in der 500 Jahre alten Oberen Mühle in Bad Oberdorf (►S. 138), einem schönen alten Komplex; dort kann man auch beim Käsen zuschauen. Im Hintersteiner Kurgarten lockt die Prinze-Gumpe, eine schöne alte (modernisierte) Badeanstalt, in der schon Prinzregent Luitpold im 19. Jh. ins Wasser hüpfte (das ale­mannische Wort »gumpe« bedeutet sowohl »Wasserloch« wie »sprin­gen«). Am südöstlichen Ortsrand von Hinterstein ist mit dem »Holz­haus Besler« ein etwa 200 Jahre alter stattlicher, wettergegerbter Bauernhof mit ungewöhn­lichem Krüppelwalmdach erhalten – hier können Gruppen bis 15 Personen ihre Ferien verbringen (Tel. 0 6421 / 6200701, www.holzhaus-besler.de). Der Alpabtrieb findet in Hinterstein am 11. Sep­tember statt.

Am südlichen Ortsrand von Hinterstein (Parkplatz) beginnt der nicht schwierige Weg hinauf zur urtümlichen Willersalpe (1460 m, 1.30 Std.), die schön am Bschießer liegt und für ihren Käse ebenso berühmt ist wie für ihre urige Atmosphäre. Mit dem Bus (Mitte Mai bis Auf. Nov., www.wechs.net) kann man tief ins Hintersteiner Tal hineinfahren zum Gasthaus Giebelhaus, Ausgangspunkt für leichte Wanderungen (z. B. zur Sennalpe Laufbichl, 0.45 Std., und zur Bär- gündele-Alpe, ca. 1.30 Std.) und anspruchsvolle Bergtouren, inbe­sondere auf den majestätischen, schönen Hochvogel (2592 m), der zwar nur der dreizehnthöchste Gipfel der Allgäuer Alpen ist, in die­sem Bereich aber alles überragt und von vielen Punkten aus als höchster Gipfel der Allgäuer Alpen erscheint. Die Tour schließt eine Übernachtung im Prinz-Luitpold- Haus (www.prinz-luitpoldhaus.de, Reservierung Fax 07 21 / 1 51 30 57 28 ) in 1847 m Höhe ein. Es ist Stützpunkt für eine Reihe weiterer großartiger (Kletter-)Touren, etwa auf den Schneck und die Fuchskar- spitze, und daher immer gut be­sucht.

Von der B 310, die von Oberjoch zum Grüntensee führt, hat man Zugang zum 1054 m hoch gelege­nen österreichischen Luftkurort Jungholz, der nur 350 Einwohner hat, aber drei Banken: Als deutsches Zollanschlussgebiet mit deut­scher Banken- und Börseninfrastruktur profitiert er vom österreichi­schen Bankgeheimnis. Ein Kapitaltransfer ist, da der Ort im deut­schen Devisengebiet liegt, nicht meldepflichtig, allein die Raiffeisen­bank verwaltet mit ca. 70 Mitarbeitern über 2 Mrd. €.

© BAD HINDELANG ERLEBEN

AUSKUNFT

Ferienland Bad Hindelang 87541 Bad Hindelang Tel. (0 83 24) 8 92-0 www.bad-hindelang.info

FESTE UND EVENTS

Fasnacht mit Umzug am Fasnachts­sonntag, am Sonntag drauf Funken­feuer. Viehscheid ist in Hindelang am ll. September. 2. Okt.-Woche: »Ein Ort wird Musik« (Klassikfestival). Am 5./6. Dez. Klausentreiben.

ESSEN

Preiswert / Erschwinglich

Teestuben Gailenberg

Bad Hindelang, Gailenberg 22 Tel. (0 83 24) 25 33 Ein nordwestlich über Hindelang ge­legenes Bauernhaus aus dem 18. Jh. mutierte zum Kulturcafö. In der hübschen, gemütlichen Stube kann man aber auch gut essen.

Preiswert / Fein & teuer

Obere Mühle

Bad Oberdorf, Ostrachstr. 40 Tel. (0 83 24) 28 57 www.obere-muehle.de(^S. 137)

Nur abends geöffnet, Di. geschlossen

Außen ein schönes Allgäuer Haus, innen ebensolche Stuben mit 500 Jahre alten Holzdecken. Die Küche vereint Allgäuer Bodenständigkeit mit medi­terraner bzw. französischer Eleganz.

ÜBERNACHTEN

Günstig / Komfortabel

Gasthof Hirsch

Bad Oberdorf, Kurze Gasse 18 Tel. (0 83 24) 3 08 www.alpengasthof-hirsch.deStattlicher, gepflegter Traditionsgast­hof in Ortsmitte, dennoch ruhig ge­legen. Besonders schön sind die vier Appartements. Man serviert gutbür­gerliche schwäbisch-Allgäuer Küche, netter Biergarten unter großer Kasta­nie. Mit Wellnessbereich.

Komfortabel / Luxus

Romantik Hotel Sonne

Bad Hindelang, Marktstr. 15 Tel. (0 83 24) 8 97-0 www.sonne-hindelang.deInmitten von Hindelang gelegenes Vier-Sterne-Hotel in schönem altem Haus, moderne, nicht zu »romanti­sche« Zimmer, teils mit Blick auf die Berge. Wellnessabteilung mit Sauna. Allgäuer Feinschmeckerküche bietet das weithin bekannte Hotelrestaurant »Chesa Schneider« (gehobene Preise).

Luxus

Hotel Prinz-Luitpold-Bad

Bad Oberdorf, Andreas-Groß-Str. 7 Tel. (0 83 24) 89 00 www.luitpoldbad.de»Das« Hindclanger Traditionhaus, ein 140 Jahre altes Grandhotel in Panora­ma läge mit modernen Erweiterungen. Großzügige Wellness- und Bäder­abteilung unter ärztlicher Leitung, die Schwefelmineralquelle speist auch das Hallen- und das Freibad.

WUSSTEN SIE SCHON …’

Wie eine Burg ragt südlich von Jungholz der 1635 m hohe Sorgschrofen (Zinken) auf. Auf dem Grat zwischen Ost- und Westgipfel laufen vier Grenzlinien zwischen Deutschland und Österreich zusammen, so dass man dort, mit einer Drehung um 90°, jeweils ganz auf Allgäuer oder auf Tiroler Boden stehen kann! Sehr lohnend ist die Besteigung (ca. 2 Std.), von Jungholz aus dem Schlepplift folgend. Den Ostgipfel erreicht man auf einem aus­gesetzten Steig, der Trittsicherheit erfordert.

 

 

TOUREN DURCH DAS ALLGÄU

Mit einer eindrucksvollen Bergszenerie und seinem sanften Vorland bietet das Allgäu ein reichhaltiges Programm für jeden Geschmack: Naturgenießer werden ebenso fündig wie Kunstfreunde und Outdoor-Enthusiasten. Drei ausge¬wählte Routen machen außer der wunderbaren Landschaft (halong bucht vietnam) auch sehenswerte alte Städte und prachtvolle Klöster und Kirchen »erfahrbar«.

— TOUR 1 Deutsche Alpenstraße
Vom Bodensee quer durchs obere Allgäu, von Lindau über Oberstdorf zum Schloss Neuschwanstein: Hier, am Nordrand der Alpen, ist das Allgäu am »allgäuischsten«. Den würdigen Abschluss bildet ein Besuch der berühmten Wieskirche im Pfaffenwinkel. ► Seite 124

– TOUR 2 Oberschwäbische Barockstraße
Ein kleines Paradies zwischen Lindau und Memmingen mit einigen der schönsten Kirchen, Klöster und Schlösser (nicht nur) aus Barock und Rokoko, die Atmosphäre alter Reichsstädte, dazu eine zauberhafte Landschaft (vietnam kambodscha rundreise) vor der Kulisse der Allgäuer Berge. ► Seite 127

— TOUR 3 Im Unter- und Ostallgäu
Eine Route durch den Norden und Osten des Allgäus, weitgehend abseits der ausgetretenen Pfade, jedoch von eigenem Reiz. Auch hier mangelt es nicht an schönen Orten und Punkten wie Ottobeuren, Kloster Irsee und dem Auerberg. ► Seite 130
Im Allgäu unterwegs
Das Auto mal in unseren Zeiten ist man mit dem eigenen fahrbaren Untersatz un- stehen lassen! terwegs, mit Auto, Motorrad oder Campingmobil. Das ist am bequemsten und flexibelsten, sowohl für einen »nomadischen« Urlaub wie für Ausflüge und Erkundungen von einem festen Standort aus. Doch bringt das, besonders in den schmalen Tälern der Alpen, zu den Hauptreisezeiten unübersehbare Probleme: Zu viele sind es, die Bequemlichkeit und Flexibilität schätzen und sie damit verlieren, ab¬gesehen von den negativen Effekten auf die Ferienidylle, die doch alle so schätzen. (Das Kleinwalsertal z. B. hat große Auffangparkplätze in Oberstdorf eingerichtet.) Daher hier der Appell, möglichst oft Bahn und Bus zu benützen. Das Streckennetz ist gut ausgebaut, und mit der Optimierung der Verbindungen durch Taktfahrpläne (Allgäu- Schwaben-Takt) wurde der Reisegenuss deutlich verbessert. Der unmittelbare Gewinn ist das Urlaubsgefühl: sich ohne Parkplatz- und Stauprobleme chauffieren lassen, Zeit haben, viel zu Fuß gehen, und sich so stressfrei in der herrlichen Landschaft (mekong kreuzfahrt) bewegen. Die im Folgenden vorgestellten Routen sind auch für Radtouren gut geeignet (►S. 110), wobei man gegebenenfalls auf radelfreundliche Varianten und Nebenwege ausweicht, die in den amtlichen topografischen Karten und den Radtourenkarten ausgewiesen sind.

Radrunde Allgaeu

Tour 1 Deutsche Alpenstraße
Länge: 165 km Dauer: 7-10 Tage
Die über 500 km lange Deutsche Alpenstraße ist als »Königsweg« durch das südlichste Bayern berühmt. Zum Allgäu gehören davon gut 160 km mit traumhafter Berglandschaft, einigen Kunstschätzen und tausend Möglichkeiten, sich in herrlicher Natur zu bewegen.
Vom Bodensee nach Oberstdorf Die Reise beginnt »im« Bodensee, und zwar auf der zauberhaften In- sei © * * Lindau. Nicht nur für die ehemalige Freie Reichsstadt mit dem von bayerischem Löwen und Leuchtturm bewachten Hafen, sondern auch für die idyllische Umgebung sollte man sich etwas Zeit gönnen. Eine Fahrt auf dem See, ein Ausflug ins Hinterland und nach Bregenz gehören dazu. Auf der B 308 geht es, mit schönem Blick auf den Pfänder, nach Scheidegg; unterwegs kurvt man das Rohrach hinauf, die einzige Serpentinenstraße des Westallgäus. Nach der Stippvisite im reizvollen 0 Lindenberg mit besuchenswertem Hutmuseum hat man auf der Weiterfahrt wunderschöne Ausblicke zurück auf die Appenzeller Berge. Der Kur- und Wintersportort © Oberstaufen ist Ausgangspunkt für Touren über die * * Nagel¬fluhkette, Kunstfreunde werden in der Umgebung fündig, v. a. Mit Anna-Kapelle bei Rohrmoos und die Breitachklamm. Viele weitere hervorragende Ausflugs- und Tourenziele bietet das zum österreichi¬schen Bundesland Vorarlberg gehörende * * Kleinwalsertal mit sei¬ner besonderen Geschichte und Kultur.
Von Oberstdorf zur Wieskirche Nun zurück nach Sonthofen und in östlicher Richtung weiter zum beliebten Kur- und Ferienort Q Bad Hindelang. Hier ist ein Abstecher ins Ostrach- bzw. Hintersteiner Tal angezeigt, mit dem einzig¬artigen Lederer-Altar in Bad Oberdorf und interessanten Zeugnissen alter Industrie. Anschließend kurvt man die Jochstraße – einen veri- tablen Pass – hinauf nach Oberjoch und steuert über Wertach Nes¬selwang an. Die Alpenstraße führt südlich am Grüntensee entlang, wo man im Gasthaus »Zum alten Reichenbach« schön Rast machen
kann. 0 Nesselwang und Pfronten bieten viele schöne Ausflugsziele, darunter vor allem Maria Trost und * Maria Rain, * * Falkenstein und Breitenberg. Kunstliebhaber statten der Barockkirche in * Seeg ei¬nen Besuch ab, auch ein Gang zur Alpe Beichelstein könnte auf dem Programm stehen. Nach dem Besuch der Altstadt, des Schlosses und der Benediktinerabtei im hübschen 0** Füssen wartet ein absoluter Höhepunkt: die fantastisch gelegenen ©** Königsschlös¬ser Hohenschwangau und Neuschwanstein, Letzteres eine der berühmtesten Se-henswürdigkeiten der Welt. An einem der kleineren und größeren Seen rund um Füssen – ganz idyllisch Alat-, Ober- und Alpsee – kann man einen Ruhetag einlegen. Die Fahrt geht auf der B17 nordöstlich weiter, wobei man bei der wunderbar gelegenen, schönen Wallfahrtskirche St. Coloman noch einmal den Blick auf die Königsschlösser vor dem Tegelberg auf sich wirken lässt. Ein Abstecher von Halblech über Roßhaupten nach Sameister mit seiner ungewöhnlichen Kapelle lohnt nicht nur für Kunstfans (►Tour 3). Im Pfaffenwinkel, der schon zu Oberbayern gehörenden zauberhaften Kulturlandschaft, liegt © * Steingaden; mit dem Besuch seines Wei-fenmünsters und der nahegelegenen ©*% Wieskirche, der herrlichsten Schöpfung des deutschen Rokokos, findet diese Tour ihren Abschluss.

Tour 2 Oberschwäbische Barockstraße
Länge: 275 km Dauer: 7-10 Tage
Im Westen und Norden geht das Allgäu allmählich in Oberschwaben über. Ein Leckerbissen ist die Rundfahrt im Bereich der Haupt- und der Ostroute der Oberschwäbischen Barockstraße, die hübsche alte Reichsstädte, propere Dörfer, große Kunstwerke und viel idyllische Landschaft (vietnam kambodscha laos) vereint.
Von O* * Lindau im Bodensee (►Tour 1) nimmt man die B 12 in Richtung Wangen. Von Weißensberg aus sollte man den kleinen Gang auf die Weißensberger Halde machen, um die herrliche Aussicht zu genießen. Etwas später verlässt man die B 12 und steuert über Esseratsweiler das einstige Deutschordensschloss Achberg an, das hoch über der Argenschlucht thront und ein Kulturzentrum des Landkreises Ravensburg beherbergt. Von hier kann man auch die er¬lebnisreiche Rundwanderung zum Zusammenfluss von Oberer und Unterer Argen unternehmen (► Wangen). Nächste Etappe ist die einstige Freie Reichsstadt ©♦★ Wangen, die einen längeren Halt verlangt; ihre zauberhafte Altstadt steht ganz unter Denkmalschutz, auch einige interessante Museen lohnen einen Besuch. Östlich vor Wangens Toren liegt Deuchelried, das über eine der schönsten baro¬cken Madonnenstatuen verfügt. Im Tal der Oberen Argen gelangt man wieder auf die B 12, die vorbei am Waldburg-Zeil’schen Schloss Syrgenstein nach Eglofs führt, dem Hauptort der »Allgäuer Toskana« mit ungewöhnlicher Geschichte. Wem nach einem angenehmen Spa¬ziergang verlangt, geht östlich von Eglofs an der Oberen Argen ent¬lang zur Badwirtschaft Malleichen. Auf der B 12 erreicht man dann © * % Isny, ebenfalls einstige Reichsstadt mit gut erhaltenem mittel¬alterlichem Stadtbild; nicht auslassen sollte man hier auch die Prädi¬kantenbibliothek und das Schloss mit einer Galerie des »Phantasten«
Friedrich Hechelmann. Herausragende Ausflugsziele in der Umge¬bung sind der Eistobel, die Adelegg mit dem Schwarzen Grat und das Sonneck mit der Burgruine Alttrauchburg.
Für die Weiterfahrt biegt man vor Kleinweiler-Hofen von der B 12 ins Tal der Wengener Argen ab und steuert den Luftkurort Buchen- borg an. Unterwegs kann man südlich nach Rechtis hinauffahren, das ein herrliches Panorama und eine interessante Kirche bietet. Kunstfreunde sollten von Buchenberg den kleinen Umweg südöstlich nach Wirlings machen, in dessen Kirche St. Nikolaus u. a. ein Hauptwerk der Allgäuer Holzbildhauerkunst zu finden ist. © * * Kempten, die Metropole des Allgäus, verdient einen ausgiebigen Besuch: Von der prunkvollen Residenz der Fürstbischöfe über die Bürgerstadt um das Rathaus und hervorragende Museen (vor allem zu den Themen Allgäu und Berge) bis zum Archäologischen Park Cambodunum spannt sich der Bogen des Sehenswerten; wenn möglich, sollte man eine der Veranstaltungen auf dem Burgberg nicht versäumen. Für Ausflüge in die Umgebung bieten sich besonders Wiggensbach mit dem Blender (Alpenpanorama), die idyllischen Seen südlich von Kempten und die Burgruine Sulzberg an, die größte im Allgäu. Der nächste Abschnitt unserer Tour folgt im Zickzack der mäandern¬den Iller flussabwärts. Wenige Kilometer nördlich von Kempten, bei Altusried, bildet sie ein Durchbruchstal mit 60 m hohen Steilwänden, das man auf Wanderungen erkunden kann. Nun nördlich durch heitere Landschaft (mekong flussreisen) nach Legau, Sitz der bekannten Firma Rapunzel, die ökologisch erzeugte Lebensmittel vertreibt; einen Blick wert ist am östlichen Ortsrand die Kirche Maria Schnee. Prachtvolles Rokoko er¬lebt man dann 4 km nördlich in der Kirche * * Maria Steinbach. Hier ist man schon im reizvollen Illerwinkel: Unten am Fluss liegt Illerbeuren mit dem erlebenswerten * Schwäbischen Bauernhof¬museum, östlich auf der Höhe das Schloss Kronburg, von dem man eine herrliche Aussicht hat (zur Rast empfiehlt sich in Kronburg der Brauereigasthof Zur Krone). Wer möchte, kann sich den Kneippkurort Bad Grönenbach mit Hohem Schloss und Kreislehrgarten anse- hen, bevor man nach Q ♦ * Ottobeuren fährt: Mit seinem Benedik¬tinerkloster, dem »Schwäbischen Escorial«, verfügt der kleine Kurort über eines der eindrucks- und prachtvollsten Meisterwerke des süd¬deutschen Barocks. Ihren Abschluss findet diese Etappe im 10 km entfernten G* Memmingen, dem politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Zentrum des Unterallgäus. Als einstige Freie Reichsstadt besitzt es ein hübsches, teil mittelalterliches Stadtbild, dazu einige bedeutende Sehenswürdigkeiten wie die gotische Martinskirche mit großartigem Chorgestühl, Werke der berühmten Memminger Künst-lerfamilie Strigel und das Siebendächerhaus.
Der letzte Abschnitt dieser Tour beginnt mit einem Höhepunkt: In Buxheim, dem westlichen Vorort Memmingens, bezaubert die Kirche der ehemaligen * * Reichskartause mit dem schönsten, prachtvollsten Chorgestühl des süddeutschen Barocks; auch die Kirche selbst und die Annakapelle, gestaltet von den Brüdern Dominikus und Jo¬hann Baptist Zimmermann, sowie das Kartausenmuseum sind zu beachten. Nach dem Besuch der klassizistischen Prämonstratenserkir- che in Rot an der Rot (8 km westlich) – das nicht mehr zum Gebiet dieses Reiseführers zählt – geht die Fahrt südwestlich nach O * Bad Wurzach, einem reizvollen kleinen Residenzstädtchen und bekannten Moor- und Thermalkurort. Zu den Juwelen der Barockstraße zählen hier das Treppenhaus im ehemaligen Waldburg-Zcü’schen Schloss, die Kapelle im Kloster Maria Rosengarten und die Kirche St. Verena; im Juli wird das Heilig-Blut-Fest mit großer Reiterprozession gefeiert. Nun südöstlich zum Schloss Zeil, seit dem 14. Jh. Sitz der Truch¬sessen bzw. Fürsten von Waldburg-Zeil, von dem man einen großartigen Blick übers Allgäu hat. Nächstes Ziel ist wieder ein reizvolles altes Reichsstädtchen, 0 Leutkirch, Hauptort des württembergischen Allgäus. Westlich von Leutkirch erwarten zwei echte Kleinodien den Besucher, Kißlegg und Wolfegg. Kißlegg besitzt außer einer prächti¬gen Barockkirche sogar zwei Schlösser. Der Kurort 0 * * Wolfegg, Residenz der Fürsten von Waldburg-Wolfegg und Waldsee, ist nicht nur für das Schloss mit seiner Kirche, das Bauernhausmuseum und das Automuseum von Fritz B. Busch bekannt, sondern auch für sein Kulturleben (v. a. Konzerte). So spektakulär – wenn auch aus ande¬rem Grund wie diese Etappe begann, ist ihr Beschluss: die 10 km südwestlich von Wolfegg zauberhaft gelegene © * * Waldburg, der Stammsitz der gleichnamigen Truchsessen, von der man einen gro߬artigen Blick über den Bodensee, nach Oberschwaben und ins Allgäu hat. Über Wangen kehrt man nach Lindau zurück.

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Tour 3 Im Unter- und Ostallgäu
Länge: 160 km Dauer: 3-5 Tage
Die wohltuende, teils flache, teils hügelige Bauernlandschaft des Unter- und Ostallgäus liegt ein wenig im touristischen Schatten. Es lohnt sich aber, sie kennenzulernen: Man kann hier nicht nur erhol- und geruhsam Urlauben, sondern findet auch eine ganze Reihe sehenswerter Städte und Bauwerke.
Ausgangspunkt dieser Tour ist © * Memmingen, von dem man das ©** Kloster Ottobeuren ansteuert (►Tour 2). In östlicher Rich¬tung geht es weiter – man versäume nicht, von Guggenberg noch einmal einen Blick auf Ottobeuren zu werfen – nach Markt Retten- bach, wo linkerhand die hübsche Rokokokirche Maria Schnee emp¬fängt. Von der Straße nach Mindelheim biegt man bei Eutenhausen (auch dieses mit stattlicher Kirche) zur ♦ Katzbrui-Mühle ab, der ältesten funktionsfähigen Mühle Bayerns mit gutem Gasthof. Jenseits der Autobahn A96 begrüßt die weit sichtbare Mindelburg den Besucher der »Frundsbergstadt« 0 Mindelheim. In dem freundlichen schwäbisch-bayerischen Städtchen lohnen einige ungewöhnliche Sak- ralgebäude und Kunstwerke den Besuch. Alle drei Jahre herrscht in Mindelheim beim großen Frundbergsfest das Mittelalter. Wenige Kilometer südöstlich liegt © Bad Wörishofen, das durch den »Wasserdoktor« Sebastian Kneipp zum weltbekannten Kurort wurde – auch Gesunde können hier viel für ihr Wohlbefinden tun; sehenswert sind die Gotteshäuser und das Sebastian-Kneipp-Museum. Nächstes Ziel ist der beeindruckende barocke Komplex des ehemaligen * * Klosters Irsee mit einer der schönsten Kirchen Süddeutschlands. Die Konventsgebäude bieten der Schwabenakademie (Bildungszentrum des Regierungsbezirks Schwaben) einen prachtvollen Rahmen, dem Passanten ist das Klosterbräu eine willkommene Station. Über Kleinkemnat erreicht man ©* Kaufbeuren, eine weitere atmosphärerei¬che alten Freie Reichsstadt. Vom Kemptner Tor fährt man am besten gleich hinauf zur Blasiuskapelle an der Stadtmauer, dem bedeutends¬ten Sakralbau des Stadt mit großartigem Altar von Jörg Lederer, ei¬nem Hauptwerk der oberschwäbischen Spätgotik, und anderen Kost¬barkeiten. Hier hat man auch einen schönen Blick über Kaufbeuren. Der nordöstliche Stadtteil Neugablonz ist Zentrum der deutschen Modeschmuckindustrie, hier kann man glitzernde Klunkern bestau¬nen (und kaufen) und Einblick in ihre Produktion gewinnen.
Von Kaufbeuren nach Füssen Weiter geht es in Richtung Berge. In Altdorf neben der B 16 sollte man sich Kirche Mariä Himmelfahrt mit ihren ungewöhnlichen Fresken ansehen, bevor man © Marktoberdorf erreicht, die Musik¬metropole des Allgäus. Im Schloss der Augsburger Fürstbischöfe ist die Bayerische Musikakademie ansässig, die auch hochklassige Kon¬zerte veranstaltet. Einmal etwas anderes bekommt man bei einer Werksführung beim weltbekannten Ackergerätebauer Fendt zu sehen. Sehr schön ist der Gang vom Schloss nach Bertoldshofen mit seiner Kirche St. Michael, die ebenso verschwenderisch wie unge¬wöhnlich ausgestattet ist. Von Marktoberdorf weiter in südöstlicher Richtung führt der Weg über Stötten auf den »Wächter des Ostall¬gäus«, den * * Auerberg, um die großartige Aussicht auf die Allgäuer und oberbayerischen Berge zu genießen und einen Eindruck davon zu bekommen, welche Schönheiten noch erwarten. Die Fahrt nach Füssen gestaltet sich dann etwas windungsreicher. Von Lechbruck aus sollte man unbedingt den kleinen Abstecher in den Pfaf¬fenwinkel nach ©* Steingaden und zur ** Wieskirche machen (►Tour 1). Nun zurück nach Lechbruck und südwestlich nach Sa- meister mit der einzigartigen Kapelle, die der hier gebürtige J. J. Her- komer erbaute (und gutem Gasthof). Östlich Roßhaupten überquert man die einstige Lechschlucht (Kraftwerk, mit Infozentrum) und fährt dann in wunderhübscher Landschaft am Iliasberg entlang nach Buching sowie auf der B 17 nach O * Füssen und Schwangau – mit dem in aller Welt berühmten * * Schloss Neuschwanstein (►Tour 1) als abschließendem Höhepunkt.

 

Verkehr in Allgäu

Straßenverkehr
Hohes Verkehrs aufkommen Die Autobahnen und Bundesstraßen im Raum Kempten / Sonthofen/ Füssen sind besonders zu Urlaubszeiten und an den Wochenenden stark frequentiert. Als Nadelöhr ist Nesselwang besonders belastet.
Parken In den bekannten Urlaubsorten – sofern nicht ganz für den Verkehr gesperrt – ist Parkraum knapp bzw. nur in teuren Parkhäusern zu finden. Oft wurden große Parkflächen an den Ortsrändern angelegt.

Bahnverkehr
Deutsche Bahn Von der Hauptstrecke München-Buchloe-Memmingen-Lindau (über Leutkirch oder die landschaftlich schöne Südlinie Kempten- Immenstadt-Oberstaufen) zweigen die Regionalstrecken Buchloe- Kempten / Füssen, Kempten-Oberstdorf und Kempten-Pfronten- Reuttei. T.-Garmisch-Partenkirchen ab (Letztere mit der reizvollen Außerfernbahn über österreichisches Gebiet). Die Regionalzüge ver¬kehren größtenteils im Stundentakt mit optimierten Umsteigemög¬lichkeiten. Preiswerte Pauschalfahrkarten: Das Schönes-Wochenende- Ticket für Einzelreisende oder Gruppen bis 5 Personen gilt Sa. oder So. von 0.00 Uhr bis 3.00 Uhr des Folgetags für beliebig viele Fahrten in Nahverkehrszügen der DB (S-Bahn, RB, IRE, RE). Das Bayern-Ticket für Einzelreisende oder Gruppen bis 5 Personen gilt in Nahverkehrszügen der DB in ganz Bayern für einen Tag Mo.-Fr. von 9.00 Uhr bis 3.00 Uhr des Folgetags, Sa./So./Fei. ab 0.00 Uhr. Es umfasst auch die Regionalbusse so¬wie Ermäßigung in Bädern/Museen und für Bergbahnen. Das Oberallgäu-Ticket für alle Busse und Nahverkehrszüge (DB, ALEX) gibt es als Urlaubskarte oder Tageskarte. Erstere ist an den Besitz der Allgäu-Walser- Card gebunden (►S. 104) und gilt für den südlichen Landkreis Oberallgäu, Letztere gilt in einem von drei Teilnetzen. Fahrräder kann man in Nahverkehrszügen kostenlos mitnehmen (Info Tel. 01805 5 14 15).

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Winterlicher Nahverkehr in Bayern

Busverkehr
Orte ohne Bahnanschluss werden von den Bussen der Regionalver¬kehrsgesellschaften RBA und RVA versorgt, die aus den Bahn- und Postbusnetzen hervorgingen. Busse und andere Verkehrsmittel im Landkreis Ravensburg und im Bodenseekreis sind im Verkehrsver¬bund Bodensee-Oberschwaben zusammengefasst..

Schiffsverkehr
In der schönen Jahreszeit bieten die Schiffsbetriebe auf Boden- und Forggensee außer ihrem Linienverkehr diverse Sonderfahrten an: Mondschein-, Tanz-, König-Ludwig-, Gourmetfahrten etc. Auf dem Forggensee macht man von Mitte Okt. bis Ende Mai Winterpause, auf dem Bodensee etwa von 20. Okt. bis 1. April.
Auf dem gelben Wagen Wie wäre es, die Landschaft (halong bucht vietnam) des All¬gäus – vor allem zwischen Wieskirche und Königsschlössern – einmal aus gemächlicher Postkutschenperspektive zu erleben? Andreas Nemitz bietet seit über 30 Jahren solche und andere Touren an – so etwa von Lindau nach Como (Information: Tel. 0 88 08 / 3 86, www.coaching-in-bavaria.com).

Wandern und Bergsteigen
Die beste Grundlage zum Wandern sind die Topographischen Karten 1 : 50 000 des Bayerischen Landesvermessungsamts und des Landes- Vermessungsamts Baden-Württemberg. Beide Ämter geben »Umge¬bungskarten« bzw. »Freizeitkarten« heraus, die touristisch interes-sante Dinge verzeichnen, wie Wander- und Radwege, Naturdenkmäler, Schlösser und Burgruinen, Golfplätze, Badeplätze etc. Für Bergwanderungen sind die detaillierten Karten des Bayerischen Landesvermessungsamts im Maßstab 1 :25 000 (Reihe TK 25 N/W) sehr wertvoll. Ein großes Programm von Wanderkarten und -führern führt auch der Kompass-Verlag Innsbruck (www.kompass.at).
Es gibt eine große Anzahl Berg- und Wanderführer sowie Literatur für alle möglichen Aktivitäten, vom Bergwandern übers Rad- bis zum Schlittenfahren, Kunstwandern, Wirtshauswandern etc. Im Üb¬rigen ist es durchaus sinnvoll, verschiedene Führer zu Rat zu ziehen, da sie sich in Auswahl und Anlage der Touren nur sehr selten überschneiden.
Weitwander- Ein echter »Königsweg« ist der Maximiiiansweg (360 km) von Lindwege au zum Königssee, benannt nach Kronprinz Maximilian, der im Jahr 1858 etwa auf dieser Route den Südteil seines Reichs kennen lernte. Von Augsburg kommend durchquert der Schwäbisch-Allgäuer Wanderweg das Gebiet dieses Führers vom Kloster Irsee bis Sonthofen (100 km). Der ca. 230 km lange Oberailgäuer Rundwanderweg erschließt in zehn Etappen die Mitte des Allgäus. Der Name des Präla¬tenwegs spricht für sich: Zwischen Marktoberdorf und Kochel am See (140 km) führt er durch den Pfaffenwinkel mit den herrlichsten Klöstern und Kirchen. Naturschönheiten genießt man auch auf dem Lech-Höhenweg (115 km), der von Zollhaus bei Landsberg (vietnam kambodscha rundreise) an den Ufern des Lechs entlang nach Füssen verläuft. Auf dem Crescentia- Pilgerweg wandelt man auf den Spuren der Heiligen (Kaufbeuren – Ottobeuren-Mindelheim – Kaufbeuren, 90 km). Der Münchner Ja¬kobsweg (250 km) verläuft von der bayrischen Landeshauptstadt durch das Fünf-Seen-Land, den Pfaffenwinkel und das Allgäu nach Lindau. Darüber hinaus gibt es eine unübersehbare Zahl kleinerer, lokaler oder regionaler Touren. Informationen geben die Tourismus¬büros.

Sicherheit in den Bergen
Bergwandern und Klettern liegen »voll im Trend«, immer mehr, vor allem auch junge Leute entdecken die Alpen. Allerdings nimmt auch die Zahl der Notfälle stark zu, wo¬bei jedoch weniger die objektiven Schwierigkeiten des Geländes den Ausschlag geben, sondern schlechte Kondition, Unerfahrenheit und Selbstüberschätzung (wer an der Kletterwand eine IV oder V schafft, kann am Berg schon bei einem Iller massive Probleme haben). Wer sich in die Berge begibt, sollte sich daher durch Training und Ein¬holung von Informationen darauf einstellen. Besonders Anfänger sollten es vorsichtig angehen las¬sen; sehr sinnvoll ist es, beim Deutschen Alpenverein oder einer ßcrgschule einen Grundkurs im Bergwandern bzw. Klettern zu belegen.
Das Alpine Notsignal ist auch in Zeiten des Mobiltelefons wichtig: Der Hilfesuchende gibt in einer Minute sechsmal hintereinander ein hörbares oder sichtbares Signal ab und wiederholt diesen Vorgang mit je einer Minute Pause, bis er Antowrt erhält. Die Rettungsmannschaft antwortet mit drei Zeichen innerhalb einer Minute.

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Ausrüstung
Auch bei leichten Bergwanderun¬gen gilt für die Ausrüstung ein Mindeststandard. Die unverzicht¬bare »Basis« sind hohe Bergstiefel mit steifer Profilsohle. Entgegen landläufiger Meinung sollten die Schuhe eher zu schwer und fest als zu leicht sein: Mit gut passenden Bergstiefeln geht man auch auf asphaltierten Straßen bequem, hinge¬gen sind leichte und flexible Schuhe in rauem Gelände eine Tortur, von der Gefahr übler Zerrungen ganz zu schweigen. Als Schutz vor Wind, Kälte, Sonne, Regen und Schnee – das Wetter kann im Gebir¬ge schnell Umschlägen, selbst im Hochsommer kann es schneien – sind Pullover, Anorak, Mütze und Umhang notwendig. Auch der Sonnenschutz ist wichtig: Hut oder Mütze, Sonnencreme mit hohem Schutzfaktor (Sunblocker), hochwertige Sonnenbrille, unter Umständen Handschuhe. Mindestens ein Liter Wasser und etwas Proviant gehören in den Rucksack, dazu Karte, Erste-Hilfe-Apotheke und Handy.
Deutscher Alpenverein Der Deutsche Alpenverein (DAV) ist eine Allround-Organisation für alles, was Aufenthalt und Betätigung in den Bergen angeht. Sein Programm an Kursen und Unternehmungen umfasst nicht nur den klas¬sischen Bergsport in Sommer und Winter, sondern auch Trendiges wie Mountainbiken und Rafting. Auch für Familien und Kinder wird gut gesorgt. Im Bereich dieses Führers betreibt der DAV 26 öffentlich zugängliche Hütten, die Mitgliedern und Nichtmitgliedern Verpflegung und Unterkunft, Informationen über Wetter und Wegbeschaffenheit sowie Hilfe bei Notfällen bieten (daneben gibt es fünf Hütten des Naturfreunde e. V. und eine Reihe privater Häuser).
In München unterhält der DAV das Alpine Museum, das Wissenswertes rund um die die Alpen und das Bergsteigen vermittelt (geöffnet Di.-Fr. 13.00- 18.00, Sa./So. 11.00-18.00 Uhr), und eine hervorragende Bibliothek (Bücher, Zeitschriften, Führer, Karten), deren Katalog zur Recherche per Internet zugänglich ist.
Die Bayerische Bergwacht stellt mit ihren ehrenamtlichen Helferin¬nen und Helfern den Rettungsdienst in den Alpen sicher.
Bergschulen vermitteln die notwendigen Kenntnisse und veranstalten Wander- und Klettertouren (vietnam halong bucht tour) für alle Bedürfnisse. Die Adressen von Schulen und Bergführern im Allgäu sind über den Verband deut¬scher Berg- und Skiführer und die Tourismusbüros zu erhalten.

Umgang mit der Natur
Jeder wünscht sich eine intakte Landschaft, in der er sich wohlfühlt. Denken Sie daran, dass die Landschaft des Allgäus Ergebnis jahrhundertelanger Arbeit von Bauern ist und schonend »behandelt« werden muss. Beachten Sie daher unbedingt die Regeln der Naturschutzgesetze:
Grundsätzlich sind Wälder und Wiesen für jeden frei zugänglich, vorausgesetzt, dass die Vegetation nicht geschädigt wird. Deshalb müssen Wanderer während der Vegetations¬periode – nach alter Regel zwischen Georgi- tag (23. April) und Allerheiligen (1. November) – auf den Wegen bleiben.
Hunde dürfen nur auf Wegen mitgeführt werden, Wiesen sind tabu. Hundekot stellt für die Kühe eine ernste Gefahr dar und muss daher sofort entsorgt werden.
Radfahrer aller Art dürfen nur Straßen und Wege benützen, Querfeldeinfahren kann mit Geldbuße belegt werden. Fußgänger und Weidevieh haben immer Vorrang! Informieren Sie sich über die Regeln des DAV (»Bike am Berg«) und des ADFC.
In Naturschutzgebieten – dazu gehören u. a. die Allgäuer Hochalpen (^S. 27) – dürfen keinerlei Pflanzen oder -teile gepflückt wer¬den. Anderswo ist ein »Handstrauß«, d. h. was eine Hand fassen kann, genehmigt.

INFORMATIONEN WANDERN UND BERGSTEIGEN
Wandern im Internet
www.wanderbares-bayern.de www.fernwege.de www.netzwerk-weitwandern.de www.allgaeu-ausfluege.de (über 600 Vorschläge für Ausflüge und Wanderungen, mit Fotos)
Deutscher Alpenverein
Von-Kahr-Str. 2-4 80997 München Tel. (0 89) 1 40 03-0 www.alpenverein.de
Alpine Auskunft Tel. (0 89) 29 49 40
Alpines Museum und Bibliothek Praterinsel 5, 80538 München Tel. (0 89) 21 12 24-0
Verband deutscher Berg- und Skiführer
Untersbergstr. 3483451 Piding
Tel. (0 86 51) 7 12 21
www.bergfuehrer-verband.de
Bergwacht Bayern
Am Moosfeld 11 81829 München Tel. (0 89) 42 71 83-6 www.bergwacht-bayern.de
Wetter
Bergwetterdienst
Tel. 01901 160-11 (Bandansage)
Alpenvereinswetterbericht
Tel. 09001 29 50 70
Lawinenlagebericht (Bandansage)
Tel. (0 89) 92 14 12 10

 

Die wichtige Informationen über Allgäu (Teil 3)

Post und Telekommunikation
Öffnungszeiten Die Filialen der Deutschen Post haben unterschiedliche Öffnungszei¬ten, als Kernzeit kann 8.30-12.00, 14.00-17.00, Sa. 9.00-12.00 Uhr gelten. Nur in größeren Städten gibt es Filialen, die durchge¬hend bzw. länger geöffnet sind.
Telefonieren Öffentliche Telefone sind fast ausschließlich mit Karten nützbar. Das Mobilnetz ist gut ausgebaut, dennoch kann es in engen Tälern und abgelegenen Regionen der Alpen Funklöcher geben.
Internet Viele Hotels bieten einen Internet-Zugang über einen Anschluss oder einen Hotspot an. Internetcafes, in denen man gegen Gebühr surfen und E-Mails schreiben kann, sind dünn gesät. Suchen kann man unter unter www.worldofinternetcafes.de.

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Preise und Vergünstigungen
Allgäu-Walser Die kostenlose Gästekarte des Oberallgäus und des Klcinwalsertals – Card Oberstdorf gibt eine Spezialversion heraus – umfasst eine große Zahl von Gratisleistungen und Ermäßigungen, u. a. auch für Parkplätze. Zusätzlich buchbar sind die Benützung von Bus, Bahn und Bergbah¬nen (mit direktem Zutritt durch’s Drehkreuz bei vielen Bergbahnen). Zu bekommen ist sie bei den Gastgebern und den Tourismusbüros (Info-Tel. 0 83 21 / 800 45 41, www. oberallgäu.de).
VlgäuGletscher-Card Wintersportfans, die die große Freiheit suchen, können mit der All- gäuGletscherCard rund 50 Skigebiete mit ca. 300 Liftanlagen im All- gäu, in Vorarlberg und in Tirol nützen. Sie ist etwa ab Mitte Septem¬ber bei allen beteiligten Bergbahnen erhältlich. Informationen unter www.allgaeu-gletscher-card.com und bei den Bergbahnen.
Wer seinen Allgäu-Urlaub auf den Bodensee ausweiten will, sollte den Kauf der Bodensee-Erlebniskarte erwägen, die es mit 3, 7 und 14 Tagen Geltungsdauer sowie mit oder ohne Benützung der Schiffe gibt. Man bekommt sie u. a. bei den Tourismusbüros der Region. In-formationen: Tel. 0 75 31 / 90 94 90, www.bodenseeferien.de.

Reisezeit
Das Allgäu hat fast immer Saison. Im Frühling, wenn das Wetter eini- germaßen stabil und sonnig ist, kann man im Alpenvorland wandern und Rad fahren. »Erst in der Mitte des Mai ist der Winter vorbei«, diese alte Allgäuer Weisheit dürfte heute überholt sein: Ende April,
Anfang Mai ist im Allgäu eine ganz besonders schöne Zeit, wenn die saftig grünen Wiesen vor dem ersten Schnitt im warmen Gelb des Löwenzahns leuchten und am Bodensee die Obstbäume blühen. Im Juni wird es auch in höheren Lagen Frühling. Für alpine Bergwande-rungen muss man jedoch bis in den Sommer (Juli) warten; die beste Zeit für Bergfreunde ist August bis Oktober. Die Monate Juli bis September sind natürlich die Ferien- und Hauptreisezeit, an den Seen, auf den Bergen und in den Tälern wird es dann sehr lebhaft. Die Herbstwochen ab Mitte September – die meisten Touristen sind fort, und das Vieh wird von den Alpen getrieben – eignen sich mit beständig gutem Wetter, bester Fernsicht und zauberhaften Farben wieder besonders für Wander- und Radtouren; allerdings kann es dann auch schon recht kühl werden, und weiße Berggipfel kündigen den Winter an. Dessen Saison dauert von Weihnachten bis in den März, als schneesicherster Monat in den bayerischen Alpen gilt der Februar. In der Zwischensaison, von Ende Oktober bis Weihnachten sowie von Ende Februar bis Ostern, ist es besonders ruhig; viele Ho¬tels bieten dann preiswerte Pauschalen an, ideal für Menschen, die ausspannen und etwas für die Gesundheit tun wollen.

beste reiseziel fuer Allgaeu

Shopping
Kleidung Das schönste (und teuerste), was man aus einem Allgäuurlaub mit¬bringen kann, ist ein Trachtenanzug oder eine Kombination von Lo¬denjoppe und Lederhose bzw. ein einfaches oder festliches Dirndl. Allerdings ist nun wirklich nicht jeder der Typ für ein alpenländisches Outfit, und außerhalb Bayerns wirkt man damit ziemlich exo¬tisch. Wer trotzdem etwas in dieser Richtung sucht, fährt gut mit ei¬nem bayerisch angehauchten Lodenmantel/-janker oder einem vereinfachten Dirndl. Man sollte aber daraufhinweisen, dass man keine »Landhausmode« sucht – die hat mit Tracht nichts zu tun. Die Kauf¬häuser haben Trachtenabteilungen, daneben gibt es Spezialgeschäfte. Wer es besonders edel haben will, kann sich eine Lederhose oder ein Dirndl nach Maß anfertigen lassen. Gut »behüten« kann man sich in Lindenberg, dem traditionellen Hutmacherort des Allgäus.
Kunsthamlw/erk So mancher Hut aus Lindenberg (s. o.) könnte auch als Kunstwerk gelten. Neugablonz bei Kaufbeuren, wo sich nach dem Zweiten Welt¬krieg sudetendeutsche Glashandwerker niederließen, ist für seinen
Modeschmuck bekannt. Und wie im ganzen Alpenraum sind Holzschnit¬zereien beliebt, lokaltypisch wäre z. B. eine Egga-Maske aus Sonthofen.Au- ßer für das Schnitzerhandwerk sind Bad Hindelang und das Ostrachtal für schmiedeeiserne Gegenstände be¬kannt. Ein großer Kunsthandwerker¬markt, auf dem vom Goldschmied über Töpfer bis zum Kunstmaler alles
Die Allgäuer Molkereien und Sennereien verpacken ihren herrlichen Rohmilchkäse für einen weiteren Transport gerne unter Vakuum.
Viele einschlägige Adressen und Informationen enthalten der Pros¬pekt der Westallgäuer Käsestraße (►S. 224), die Einkaufs- und Frei¬zeitkarte »Direktvermarktung im Allgäu« (AVA Verlag, Kempten) und die gut gemachte Website www.sennalpwege.de. In Legau (►S.242) ist die bekannte Biokostfirma Rapunzel ansässig; dort kann man einkaufen und auch in der Kantine essen. Feine Konfiserie und Schokolade stellen Schweriner in Bad Wörishofen und Heilemann in Woringen (Laden in der Memminger Zangmeisterstraße) her. Gute Obstschnäpse werden am Bodensee gemacht; etwas Exotischeres ist der Heuschnaps, wie er auf einigen Alpen gebrannt wird.

Sport & Fun
Urlaub (rundreise vietnam kambodscha) im Allgäu, das heißt in erster Linie mehr oder weniger sportliche Betätigung in schönster Natur. Ob man es gemütlich angehen lassen oder sich so richtig »austoben« will, den Möglichkeiten sind praktisch keine Grenzen gesetzt. Wandern und Radfahren, Klettern und Skifahren, Windsurfen und Paragliding, Golfen und Reiten sind nur die wichtigsten. Die regionalen und lokalen Tourismusbüros geben Auskunft über das große Angebot und die Veranstalter.
Echte Fußballfans machen einen Ausflug zur AllianzArena in München, in der die Clubs FC Bayern und TSV 1860 München ihre Mat- ches austragen. Im Eishockey war viele Jahrzehnte der EV Füssen tonangebend; auch wenn er nicht mehr in der ersten Liga spielt, ist er immer für spannende Kämpfe gut, das Stadion (heute Bundesleistungszentrum) gilt als eines der schönsten in Deutschland. Die Wettbewerbe im Alpinskilauf, Langlauf/Biathlon und Skisprin- gen (v. a. in Oberstdorf) sind große Events. In Oberstdorf hat das Bundesleistungszentrum für Eislauf seinen Sitz.
Angeln Das Allgäu verfügt über fischreiche Bäche und Flüsse, Weiher und Seen. Zum Angeln benötigt man den staatlichen Fischereischein und einen Erlaubnisschein für das Gewässer, den man meist bei den Tourismusbüros erhält. Diese informieren auch gern über Fischbestände, Fangzeiten und weitere Vorschriften.
Badeseen Viele idyllische Seen und Weiher laden zum Bade. Eine große Zahl wird vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit nach EU-Richt- linien überwacht (Bewertung unter www.lgl.bayern.de), die nicht nur sauberes Wasser verlangen, sondern auch freie Zufahrt und Parkplätze, sanitäre Einrichtungen, Kiosk /Laden, Überwachung durch Rettungsschwimmer und Erste-Hilfe-Stationen. Badeplätze sind in den Topographischen Karten (►S. 115) verzeichnet.
Baden in Flüssen Trotz (bzw., bei sommerlicher Hitze, wegen) der niedrigen Wasser¬ temperatur sind auch die Flüsse beliebte Badeplätze. Einigermaßen bedenkenlos kann man aber nur ihre oberen, gebirgsnahen Abschnitte nützen, da sie im weiteren Verlauf als Vorfluter für Kläranla-gen dienen und durch die Landwirtschaft (mekong kreuzfahrt) belastet werden. Zwar hat sich die Wasserqualität verbessert, doch ist sie problematischer als bei den Seen; auch sollte man nach starken Regenfällen auf ein Bad verzichten. Badeverbote unbedingt beachten.
Ballonfahren Über den Allgäuer Bergen und Seen zu schweben ist immer ein eindrückliches Erlebnis. Zwischen Lindau und Füssen gibt es eine große Zahl von Veranstaltern. Bewährte Adressen sind Bavaria Ballonfahrten, 87637 Seeg, Tel. (0 83 64) 98 60 68, www.bavaria-ballon.de; Ballonsport Alpin, 87527 Sonthofen, Tel. (0 83 21) 70 91, www.ballon- sport-alpin. de.
Die Gipfel am Nordrand der Alpen bieten herrlichste Flugmöglichkeiten, und die meisten sind mit Seilbahnen zu erreichen. Zu den beliebtesten Startbergen zählen Hochgrat (Oberstaufen), Salmaser Hö¬he (Thalkirchdorf), Mittag (Immenstadt), Grünten (Rettenberg), Weiherkopf (Bolsterlang), Nebelhorn (Oberstdorf), Hirschberg (Bad Hindelang), Alpspitze (Nesselwang), Breitenberg (Pfronten) und Te¬gelberg (Schwangau). Wer einmal als Passagier Herzklopfen bekom¬men oder fliegen lernen will, kann unter vielen Veranstaltern und Schulen wählen. Info beim Deutschen Hängegleiterverband.
Von Lindau-Wildberg, Leutkirch-Unterzeil, Kempten-Durach, Bad Wörishofen, Jesenwang und Augsburg aus kann man sich die Pracht der Allgäuer Landschaften  (halong bucht vietnam)- von den Seen über die Königsschlösser bis zum Nebelhorn – von oben ansehen, als Passagier oder im gecharterten Flieger (► S. 111). Auch einige Segelflugplätze wie Agathazeller Moos bei Sonthofen bieten Mitflugmöglichkeiten.
In traumhaft schöner Landschaft zu spielen macht doppelt Spaß. Im Alpenvorland, in den Alpentälern und sogar auf Bergeshöhen gibt es eine große Zahl schöner Plätze; der höchstgelegene Deutschlands liegt bei Wiggensbach (1011 m). Eine Übersicht gibt das Golf-Journal Spezial von Bayern Tourismus Marketing, die »40 schönsten« stellt der GolfGuide Bayern vor (erschienen bei BLV, München 2005). Die Website www.golfurlaub-allgaeu.de gibt weitere Informationen. Acht Clubs und einige Hotels haben sich zur »Golfregion Allgäu« mit ei-nem Golfpass zusammengeschlossen.
Radfahren Das Allgäu bietet für jeden Geschmack das richtige Gelände, von gemütlichen Genusstouren bis zu schweißtreibenden Bergstrecken. Für Radurlauber ist hervorragend gesorgt. Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) zertifiziert radlerfreundliche Hotels und Gasthäuser (»Bett & Bike«, Verzeichnis beim ADFC) und gibt viele wich¬tige Tipps rund ums Radeln, die regionalen und örtlichen Touris¬musbüros informieren über schöne Routen. Fahrräder kann man in nahezu allen Ferienorten mieten. Die DB kooperiert mit Vermietern in Füssen, Immenstadt, Kempten, Leutkirch, Lindau, München, Oberstaufen, Oberstdorf und Sonthofen (Info Tel. 01805 15 14 15).
Fernradwege Die landschaftlichen und kulturellen Schätze lassen sich verschiede¬nen Fernrouten »er-fahren«: Bodensee-Königssee-Radweg (Lindau-Berchtesgaden, 415 km, www.bodensee-koenigssee-radweg.de), Allgäu-Radweg (Isny-Schongau, 115 km), Iller-Radweg (Oberst- dorf-Memmingen, 150 km). Regionale Radwanderwege führen um
den Forggensee, von Kaufbeuren über Schongau, Roßhaup¬ten und Marktoberdorf zurück nach Kaufbeuren (Dampflokrunde, 80 km), von Bad Wöris- hofen nach Bad Grönenbach (Kneippradweg, 50 km) und von Füssen nach Schongau (Via Claudia Augusta, 50-60 km). Informationen gibt das »Bayernnetz für Radler«; die Übersichtskarte und der Tourenplaner »Radeln in Bayern« sind im Verlag Galli erschienen (Tel. 0 84 43 / 89 17, www.galli- verlag.de).
Radtourenführer bringen auch der Verlag Esterbauer (Tel. 0 30 / 2 93 63 80-0, www.esterbauer.com) und der Kompass-Verlag (www.kompass.at) heraus. Die beschriebenen Routen sind jedoch zum Teil so angelegt, dass sie wichtige Sehenswürdigkeiten nicht berühren. Eine Abwandlung der Routen anhand dieses Baedekers ist also ab und zu angezeigt.
Reiten Gelegenheit zum Reiten gibt es an vielen Orten, für Reitferien wie für gelegentliche Ausritte, mit dem eigenen oder einem gemieteten Pferd. Wer es mal exotisch will, kann bei Seeg das Allgäu hoch zu Kamel erleben. Über die Angebote, auch für Kinder, informiert außer den Tourismusbüros der Bayerische Reit- und Fahrverband.
yeln und Das Allgäu bezieht seinen Reiz auch aus vielen idyllischen Seen und Windsurfen Weihern, inbesondere zwischen Kempten, Füssen und Immenstadt.
Auf den größeren Gewässern – Alpsee, Niedersonthofener See, Rot- tachsee (►Foto S. 35), Grüntensee, Hopfen- und Forggensee – kann man segeln und windsurfen, es gibt Sportschulen und Boots- bzw.
Board-Verleihe. Dasselbe gilt natürlich für den Bodensee.
Die Flüsse in den Allgäuer Alpen – v. a. Iller, Ostrach, Weißach, Breitach, Lech -, aber auch Strecken im Vorland stellen ausgezeich- nete Betätigungsfelder für Kajak- und Schlauchbootabenteurer. Eine Reihe von Outdoor-Schulen führen Kurse und Fahrten durch. Info in G. Burghart, Kanu-Wanderführer für Bayern (hrsg. vom Deut¬schen Kanuverband, www.kanu-de) und bei den Tourismusbüros.
► Wandern und Klettern
Der größte und bekannteste Wintersportort im Allgäu ist Oberstdorf mit dem Nebelhorn (Talabfahrt 7,5 km) und Fellhorn/Kanzelwand, das mit dem Kleinwalsertal eine attraktive 2-Länder-Skiregion mit gemeinsamem Skipass bildet. Oberstaufen besitzt ein gutes Skigebiet an Hündle, Imberg und vor allem am Hochgrat (Talabfahrt 6 km). Beide Orte sind auch für die lebhafte Apres-Ski-Szene bekannt. Die weiteren Winterportbereiche – v. a. Hindelang-Oberjoch, Balderschwang, Fischen, Grünten und Pfronten/Nesselwang (Breitenberg) – eignen sich besonders gut für Familienferien. Langläufer finden in den langen, idyllischen Tälern vorzügliche Reviere: Oberstdorf im Illertal mit Loipen zwischen Sonthofen und Spielmannsau, 50 km lange Superloipe Alpsee-Lindenberg, Balderschwanger Tal, Hintersteiner Tal, Grüntensee, Schwangau u. a. m. Gemütliche oder rasante Rodelbahnen in großer Zahl finden immer mehr Zuspruch, und auf den vielen Seen und Weihern frönt man dem Eisstockschießen.

Übernachten
Das Angebot an Nächtigungs- und Wohnmöglichkeiten lässt keine Wünsche offen, vom schlichten Landgasthof bis zum Fünf-Sterne- Wellness-Verwöhn-Hotel. Wie in allen Feriengebieten variieren die Preise saisonal. Häufig wird für eine Übernachtung ein Aufschlag verlangt oder umgekehrt ab drei Übernachtungen ein Nachlass ge¬währt. Viele Häuser bieten preisgünstige Pauschalarrangements mit Gesundheits-, Sport- oder Kulturprogrammen.
Sehr beliebt und groß ist das Angebot an preiswerten Ferienwohnun¬gen und Privatzimmern, die Häuser werden in den Broschüren der Tourismusbüros vorgestellt. Frühzeitige Anmeldung ist immer rat¬sam, für die Ferienzeiten unabdingbar.
In den Kurorten kommt zum Übernachtungspreis eine Kurtaxe hin¬zu, aus deren Erlös allgemeine Einrichtungen wie Bibliotheken, Bi- Wanderwege und Buslinien unterhalten werden, die ggf. für Inhaber der Gästekarte gratis oder zu ermäßigten Preisen zu benutzen sind.
Die Jugendherbergen in Lindau, Oberstdorf, Füssen und Ottobeuren bieten nicht nur preiswerte Übernachtung, sondern auch ein reich¬haltiges Ferienprogramm. Erwachsene ab dem 27. Lebensjahr werden nur einzeln und »nachrangig« aufgenommen (d. h. wenn genug Platz ist); dies gilt nicht für Erwachsene mit mindestens einem Kind.
Besonders Familien mit Kindern fühlen sich auf einem Bauernhof wohl. Diese Urlaubs¬form ist nicht nur preiswert, sie bietet auch viel mehr Freiheit, und man ist näher an der Natur und den Menschen dran. Angeboten werden sowohl Zimmer als auch Ferienwoh¬nungen verschiedensten Zuschnitts. Informa¬tionen geben die Tourismusbüros, der Landesverband »Urlaub (vietnam halong bucht urlaub) auf dem Bauernhof in Bayern«, Verzeichnisse der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) und anderer Verlage (im Buchhandel) sowie die private Website www.bauernhofurlaub.de.
Auch im Allgäu gibt es zahlreiche Campingplätze an landschaftlich schönen Stellen. Je nach Bedarf kann man einen Platz wählen, der Ruhe und Erholung, Gelegenheit zum Baden und/oder möglichst viel Unterhaltung bietet. Informationen geben u. a. die Camping- und Stellplatzführer des ADAC und aus dem Hallwag-Verlag.

 

Die wichtige Informationen über Allgäu (Teil 2)

Literaturempfehlungen
Katharina Adler: Lebenslandschaft Allgäu (Bild-Text-Band). Eggingen 2000. Eine Liebeserklärung an die »Heimat« und das Allgäu, ohne Verklärung und Mythos.
Lala Aufsberg: Menschen, Berge, Landschaften (mekong kreuzfahrt). Verlag Hephaistos / Edition Allgäu, Immenstadt 2007. Ein Allgäu-Porträt in Schwarzweißfotos von Lala Aufsberg (1907-1976) aus Sonthofen, einer der bedeutendsten Fotografinnen des 20. Jh.s.
Maria Beig: Rabenkrächzen. Eine Chronik aus Oberschwaben. Sigmaringen 1982. Chronik vom Zuschnitt einer griechischen Tragödie, unverzichtbar zum Verständnis des Allgäus, auch wenn die Höfe, de¬ren Geschichte erzählt wird, westlich der Argen liegen.
Dieter Buck: Allgäu, Sagen und Mythen entdecken. Tyrolia, Innsbruck/Wien 2006. Das Allgäu ist eine wirklich »sagenhafte« Gegend, die der Autor mit Wandervorschlägen erschließt.
Rupert Hacker: Ludwig II. in Augenzeugenberichten. München 1986 Hans Nöhbauer: Auf den Spuren Ludwigs II. München 1995.
Zwei Bücher für alle, die mehr über den Märchenkönig, seine Seelenwelt und seine äußere Realität wissen wollen.

ueberblick ueber Allgaeu
Hecker, F. und K.: Tiere und Pflanzen der Alpen. Franckh-Kosmos, Stuttgart 2007. Rucksacktauglicher Naturführer, der die wichtigsten Dinge am Wegesrand erklärt (auch Gesteine und Mineralien).
Alfred Weitnauer: Allgäuer Chronik. 3 Textbände, 1 Band Bilder und Dokumente sowie ein Registerband. Allgäuer Zeitungsverlag, Kemp¬ten 1981 ff. Das Standardwerk der Allgäuer Geschichte von seinen Anfängen bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs, überaus kenntnisreich und dazu gut lesbar. Der Autor hat das Geschehen in seiner Heimat Allgäu in den Horizont der europäischen Geschichte eingebettet, eine Schatzkammer für historisch Interessierte.
Alfred Weitnauer: Die Allgäuer Rasse. Kempten 1978. Sehr amüsante kleine Erkundung des homo algoius.
Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Bayern III: Schwaben. München, Berlin 1989
Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Baden- Württemberg II: Regierungsbezirke Freiburg und Tübingen. München, Berlin 1997
Lydia L. Dewiel: Das Allgäu. Kunst und Landschaft (halong bucht vietnam) zwischen Bodensee und Lech. DuMont Kunstreiseführer, Köln 2003 Architekturforum Kempten: Architektur im Allgäu, 1990-2005. Kunstverlag Josef Fink, Lindenberg 2006. Ein Überblick über herausragende Beispiele des regionalen Bauschaffens der vergangenen 15 Jahre.
Auch im Allgäu gibt es Mord, Totschlag, Drogen – zumindest in literarischer Form. Die so genannten Allgäu-Krimis haben mittlerweile eine große Fangemeinde. Orts- und Heimatkunde wird hier einmal anders vermittelt, ebenso spannend und erhellend wie vergnüglich. Zu den bekanntesten Autoren gehören Volker Klüpfel und Michael Kobr. Die Titel des schreibenden Duos lauten u. a. »Milchgeld«, »Erntedank« und »Seegrund«. Sie sind um Kommissar Kluftinger gestrickt, den kässpatzenverrückten »Columbo von Altusried«. Gerhard Weinzirl, der »Schimanski« des Voralpenlands, und seine alte Schul¬freundin Jo, Direktorin des Tourismusverbandes Immenstädter Oberland, sind die Hauptfiguren der Reisejournalistin Nicola Förg. Zu ihren bekanntesten Krimis gehören »Schussfahrt«, »Funkensonn¬tag« und »Kuhhandel«. Nicht vergessen werden dürfen die Bücher des Allgäuer Landeskundler Peter Nowotny, u. a. »Grünten-Mord«, »Klausentreiben« und »Mörderische Rätsel«.
Aegidius Kolb, Leonhard Lidei: D’ schwäbisch Küche. Kempten 1984 H. Siegel, U. Müller u. a.: Freude am Kochen und Backen. Rezepte von Allgäuer Bäuerinnen. AVA Verlag, Kempten 1996 Petra Knorr: Alte Allgäuer Küche. Area Verlag, Erftstadt 2004
Blankenstein, C.: Allgäu. Freizeit mit Kindern. Stöppel, Merching 2006. Inhaltsreiches Handbuch für Kinder und Erwachsene.
Buck, Dieter: Burgen und Ruinen im Allgäu. 33 Ausflüge auf den Spuren der Ritter. Theiss, Stuttgart 2002
W. Bahnmüller: Wandern im Allgäu. DuMont Reiseverlag, Ostfildern H. Mayr: Wanderführer Allgäuer Alpen. Kompass Verlag, Innsbruck 2004
H. Mayr: Wanderbuch Oberallgäu. Kompass Verlag, Innsbruck 2002 V. Metzler: Allgäuer Alpen. Kompass Verlag, Innsbruck 2003

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Medien
Das Allgäu wird – außer von privaten Sendern wie Antenne Bayern, Radio Ostallgäu und Radio Galaxy – vom Bayerischen Rundfunk (BR) mit fünf Programmen und vom Südwestrundfunk (SWR) mit vier Programmen versorgt. Bayern 1 bringt Regionales und Volks¬tümliches, Bayern 2 Radio ist der Feuilleton-Kanal mit interessanten Berichten und Magazinen, Bayern 3 der »junge« Sender mit Popmu¬sik; Bayern 4 spielt klassische Musik, Bayern 5 bringt Nachrichten. SWR 1: gute Popmusik aller Zeiten und aktuelle Informationen; SWR 2: Feuilleton und E-Musik; SWR 3 ist für junge Leute gemacht; SWR 4 ist der »volkstümliche« Sender. Außer SWR 2 strahlen alle Verkehrsmeldungen aus, am aktuellsten sind Bayern 3 und SWR 3.
Alle Zeitungen bringen, vor allem zum Wochenende, Informationen
wie Kinoprogramme, Veranstaltungshinweise und Ausflugstipps. Im Allgäu beherrschen zwei Blätter mit ihren lokalen Ausgaben die Sze¬ne: die zur Augsburger Allgemeinen gehörende Allgäuer Zeitung mit Sitz in Kempten (www.all-in.de) und die in Leutkirch erscheinende Schwäbische Zeitung (www.szon.de), ein Ableger der Letzteren ist die Lindauer Zeitung. In Weiler hat die kleine Zeitung Der Westallgäuer (www.derwestallgaeuer.de) ihren Sitz.
Mehr über das Allgäu, seine Geschichte und Kultur erfährt man in
den Zeitschriften Das schöne Allgäu (www.das-schoene-allgaeu-onli ne.de) und »Heimat Allgäu, das »Blättle« des Heimatbunds Allgäu (http://heimatbund.dein-allgaeu.de), die auch Tipps für die Freizeit geben. Sie sind in den Buchhandlungen und Zeitschriftenkiosks der Region zu bekommen.
Museen
Ein Großteil der Museen haben montags ihren Ruhetag. Viele Einrichtungen in kleinen Orten schließen außerhalb der Hauptreisezei- ten oder sind dann nur am Wochenende geöffnet. Kinder, Schüler, Studenten, Arbeitslose und Senioren bekommen meist Ermäßigung. Die Fülle der Museen in Bayern erschließt der »Infopoint«, der von Infopoint der Landesstelle (vietnam kambodscha rundreise) für die nichtstaatlichen Museen in Bayern zusam- München men mit den großen staatlichen Einrichtungen unterhalten wird.
Hier bekommt man Infos und Tipps aller Art. Infopoint Museen & Schlösser, Alter Hof 1, 80331 München, Tel. (0 89) 2 10 140-50, www.infopoint-museen-bayern.de.
Von den vielen großen und kleinen Museen des Allgäus und seiner Umgebung seien diese besonders hervorgehoben: Käsereimuseum in Altusried, Kunsthaus Bregenz, das Deutsche Kartausenmuseum Buxheim, Gemäldesammlungen im Hohen Schloss und im Stadtmuseum Füssen, Schwäbisches Bauernhofmuseum Illerbeuren, Hofmühle Immenstadt, Prädikantenbibliothek Isny, Crescentia-Gedenkstätte Kaufbeuren, Archäologischer Park Cambodunum und Alpinmuseum in Kempten, Hutmuseum Lindenberg, Strigel-Museum in Memmingen, Südschwäbisches Archäologiemuseum Mindelheim, Museumsdorf Gerstruben bei Oberstdorf, Walsermuseum Riezlern (Kleinwalsertal), Glashütte Schmidsfelden, die Museen in der Eselrnühle Wangen sowie Automuseum und Bauernhausmuseum in Wolfegg.

Die wichtige Informationen über Allgäu (Teil 1)

Feiertage, Feste und Events
Im Allgäu werden das ganze Jahr über viele traditionelle Feste gefeiert, häufig religiöser Art, immer aber auch um sich zu treffen und sich des Lebens zu freuen. Die Kulturszene des Allgäus, das man zunächst eher unter »Provinz« abhaken würde, glänzt mit einer großen Zahl hochkarätiger Veranstaltungen. Ergänzt wird das Programm durch Sport, Stadt- und Kinderfeste und diverse neuzeitliche Events. Die regionalen und örtlichen Tourismusbüros informieren gerne. Für Konzert und Theater

Viehscheid

TERMINKALENDER
FEIERTAGE 1. Jan.: Neujahr 6. Jan.: Heilige Drei Könige Karfreitag Ostermontag 1. Mai: Tag der Arbeit Christi Himmelfahrt Pfingstmontag Fronleichnam
15. Aug.: Mariä Himmelfahrt 3. Okt.: Tag der deutschen Einheit 1. Nov.: Allerheiligen 25726. Dez.: Weihnachten
FESTE UND EVENTS
Februar
Um den 2. Febr. Lichtmessmarkt in Bad Wurzach. Fasnacht mit Umzügen an vielen Orten, u. a. in Lindau, Oberstaufen, Isny, Bad Wurzach, Mindelheim, Markloberdorf, Schwangau. In Scheidegg großes Narrentreffen am So. vor der Fasnachtswoche. Am Fasnachtssamstag Rennen mit alten »Schalenggen« (Hörnerschlitten) in Gunzesried, Pfronten, Sulzberg und Wengen. Am Fasnachtssonntag »Eggaspiel« in Sonthofen (alle 3 Jahre, wieder 2009).
Februar / März
Der 1. Fasten-Sonntag ist v. a. im Oberallgäu »Funkensonntag«: An vielen exponierten Stellen brennt ein großes Funkenfeuer, ein alemannischer Brauch, der den Winter und böse Geister – symbolisiert durch eine Strohhexe, die verbrannt wird – vertreiben soll. Besonders spektakulär ist der »Funken« in Hirschegg im Kleinwalsertal.
April
Georgimarkt in Isny. Am 23. April oder am folgenden So. Georgiritt auf den Auerberg; letzter April-So. Georgiritt in Bodelsberg (bei Du- rach). Maibaum-Aufstellen und Tanz in den Mai am 30. April, u. a. in Immenstadt und Lindenberg.
Mai
1. Mai Maibaum-Aufstellen. Fronleichnam: Prozessionen an vielen Orten. Maimarkt in Im-menstadt, Pfingstmarkt in Wangen. In Lindenberg Hut-Tag (vier Wochen nach Ostern, in geraden Jahren Wahl der Hutkönigin). Bodensee-Festival in Lindau.
Juni
Immenstadt: Anfang Juni Illermarathon. Am Vorabend des 24. Juni Johannisfeuer auf vielen Bergen, u. a. bei Nesselwang und besonders »feurig« in Hirschberg (Kleinwalsertal). Stadtfeste in Sonthofen und Memmingen.
Juli
Große Kinderfeste in Lindau, Isny, Wangen und Kaufbeuren (Tänzelfest). Historische Feste in Memmingen (Wallensteinspiele, Ende
Juli, alle vier Jahre, wieder 2008) und Mindelheim (Frundsbergfest, 10 Tage Anfang Juli, alle drei Jahre, wieder 2009). Fischertag in Memmingen (Ende Juli). Nesselwang: Fest am Attlesee. Bad Wurzach, am 2. Fr.: Heilig-Blut-Fest (Wallfahrt, Reiterprozession). Immenstadt: Seenachtsfest am Alpsee (letzter Juli-Samstag). Ulrichsritt auf den Kreuzberg bei Steingaden. Oberstdorf: Bergfest zur Alpen¬rosenblüte (Anfang Juli), Berglar- Kirbe Fellhorn. Wilde-Mändle- Tanz (nächster Termin 2010).
August
Wangen: Burgfest Neuravensburg (Anfang Aug.). Mariä Himmelfahrt (15. Aug.) wird an vielen Orten mit Palm- und Kräuterbuschen gefeiert. In Füssen Schin- dau- und Kaiserfest (Mitte Aug.), Festwoche zum Geburtstag König Ludwigs II. (Ende Aug.). Kempten: Allgäuer Festwoche (bedeutendste Wirtschaftsausstellung und größtes Sommerfest der Region, ab Mitte Aug.). Internationales Käsefest in Lindenberg, Bauern- und Käsemarkt in Immenstadt (beide gegen Ende Aug.).
September
Anfang Sept., an wechelnden Orten: Allgäuer Lieder- und Jodlertag. Burgfest in Sulzberg (Anfang Sept.). Michaeli-Markt in Immenstadt, Matthäus-Markt in Wangen. In Weiler Kunsthandwerkermarkt (2. So.). In der 2. und 3. Woche Alpabtrieb und Viehscheid in Bad Hindelang, Balderschwang, Bolsterlang, Buching, Eisenberg/Zell, Gun- zesried, Immenstadt, Jungholz, Kranzegg, Maierhöfen, Missen, Nesselwang, Obermaiselstein, Oberstaufen, Oberstdorf, Oy-Mit- telberg/Haslach, Pfronten, Rie- zlern, Schöllang, Seeg, Thalkirch¬dorf, Wengen, Wertach (►S. 195).
Oktober
2. So.: Colomansfest (Reiterprozession) in Schwangau. 3. So.:
Kirchweihfeste überall. Wendelinsritte u. a. in Scheidegg und Fischen. Michaelimarkt in Isny, Gallusmarkt in Sonthofen, Oberstdorf, Leutkirch und anderen Orten, Simonmarkt in Lindenberg, Kathreinermarkt in Kempten (Ende Okt.).
November
Anfang Nov. Martinimarkt u. a. in Bad Wurzach, Ottobeuren, Wangen, Isny, Kaufbeuren. Sonn-tag vor dem 11. Nov.: Martinusritt in Blaichach bei Sonthofen.
Dezember
Roßhauptener »Adventskalender« (Illumination des Dorfplatzes). 576. Dez. Klausentreiben an vielen Orten, u. a. in Immenstadt, Sont¬hofen, Oberstdorf, Bad Hindelang. Klausen- und Christkindlesmärkte in vielen Orten. Auftaktspringen der Vierschanzentournee in Oberstdorf (Ende Dez.). Silvester- Fackellauf in Jungholz.

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GELD
Die Filialen von Banken und Sparkassen sind unterschiedlich geöff¬net, als Kernzeit kann Mo.-Fr. 8.30-12.30, 14.00-16.00, Do. bis 18.00 Uhr gelten. An den Geldautomaten kann man mit Bank- oder Kreditkarte und Geheimnummer rund um die Uhr Geld abheben.
Die meisten Hotels, Restaurants und Geschäfte akzeptieren die Bank-(Maestro-)Karte, mit Kreditkarten kann man eher nur in größeren Betrieben bezahlen.
Einen Verlust der Bank- oder Kreditkarte meldet man am besten bei seinem Geldinstitut, sonst bei den jeweiligen Zentralen. Dafür unbedingt vor der Reise Kartennummer,
Kontonummer und Bankleitzahl notieren.
Gesundheit
Die Öffnungszeiten der Apotheken sind unterschiedlich, als Kernzeit kann Mo.-Fr. 8.30-12.30, 14.00-18.00, Sa. bis 13.00 Uhr gelten. Am Eingang jeder Apotheke ist die nächstgelegene Apotheke mit Nacht- und Sonntagsdienst genannt,
In größeren Höhen ist die Sonneneinstrahlung besonders intensiv – auch bei bedecktem Himmel! -, weshalb man auf guten Schutz achten sollte (►Wandern, S. 118). Wer sich ausgiebig in freier Natur aufhalten möchte, sollte über eine wirksame Tetanus-Impfung verfü-gen (maximal 8 Jahre alt). In puncto Zecken ist das Allgäu gegenwärtig kein Risikogebiet.

Mit Kindern unterwegs
Viel wunderbare Natur, Berge und Seen sind die großen Attraktionen im Allgäu. Für Kinder gibt es kaum etwas Schöneres, als mit Papa und Mama auf Tour zu gehen, auf der Wiese und im Stall Entde¬ckungen zu machen oder an einem natürlichen Gewässer zu tollen. Die Buchhand-lungen halten Aktivitäten- und Wanderführer für Familien bereit.
Erlebnisse für Freizeitbäder findet man u. a. in Bad Wörishofen (Therme), Fischen Kinder (Familien-/Erlebnisbad), Immenstadt (Im Auwald), Kempten (Cam- bomare), Lindau (Limare, Strandbad Eichwald), Nesselwang (Alp- spitz-Badecenter), Oberstaufen (Aquaria), Oberstdorf (Kristall-Ther¬me), Rettenberg, Sonthofen (Wonnemar) und Steibis. Immer ein schönes Erlebnis ist der Besuch eines der Bauernhausmuseen in Illerbeuren, Wolfegg (dort gibt es auch ein berühmtes Automuseum) und Diepolz bei Immenstadt. Das Bergdörfchen Gerstruben bei Oberstdorf ist als Ganzes ein Freilichtmuseum. Die Pracht des Allgäuer
Sternenhimmels erschließt ein Besuch der Volkssternwarte in Ottobeuren oder der Sternwarte Kempten. Greifvögel und Alpenwild kann man auf dem Pfänder bestaunen, Reptilien bei Schei-degg. Möglichkeiten zum Reiten gibt es im ganzen Allgäu in großer Zahl; besonders attraktiv, gerade auch für Kinder, wäre ein Kamelritt in Hack bei Seeg. Großen Spaß macht das Schlittenfahren, im Winter auf einer der vielen Naturrodelbahnen oder im Sommer auf einer Bahn aus Stahl (Alpsee Bergwelt nahe Immenstadt, Hündle bei Oberstaufen, Alpspitze bei Nesselwang, Tegelberg bei Schwangau). Kinder mit Lust an Abenteuer und Herausforderung können sich an Kletterwänden betätigen, die es an vielen Orten gibt, oder in einem der Hochseilgärten (►Tipp. S. 110). Im Allgäu liegen bzw. auf einem Tagesausflug gut zu erreichen sind die Freizeitparks: Illerparadies (bei Kempten), Skyline-Park (an der A 96 nahe Bad Wörishofen, ►S. 144), Legoland Günzburg (geöffnet Anfang April-Anfang Nov., Tel. 0 82 21 / 7 00 70-0, www.legoland. de) und Ravensburger Spieleland (mekong kreuzfahrt) in Meckenbeuren-Liebenau (►S. 282). Spielbegeisterte fahren Anfang September nach Ravensburg, wenn die ganze Altstadt zu einer einzigen Spielwiese wird.
Konzert und Theater
Klöster, Kirchen und Schlösser sind prädestinierte Orte für kulturelle Ereignisse aller Art. Sehr beliebt und frequentiert sind auch die di- versen Freilichttheater und -events, etwa in Altusried und in Kemp¬ten auf der Burghalde oder im Archäologischen Park Cambodunum. Adressen für Informationen und Kartenbestellung findet man bei den Ortsbeschreibungen.

ORTE UND TERMINE
KONZERTE UND FESTIVALS
Baad (Kleinwalsertal) Internationales Alphorn-Festival (Mitte Sept.)
Bad Hindelang
»Ein Ort wird Musik« (1. Okto¬ber-Woche)
Bad Wörishofen
Internationale Musiktage (Ende Juni), Jazztime (Ende Sept.), Festival der Nationen (Ende Sept./ Anfang Okt.)
Bregenz
Bregenzer Festspiele (Juli/Aug.) Fischen
Fischinger Kulturzeit (Kultur und Brauchtum, Anfang Mai bis Mitte August)
Füssen
Orgelsommer, Fürstensaalkonzerte (Juni-Sept.), Festival »vielsaitig« (Ende Aug./Anfang Sept.), Tage Alter Musik im Königswinkel (Ende Sept.)
Kloster Irsee
Festival »Klang & Raum« (Anfang Sept.)
Isny
Opernfestival (Juli)
Kempten
Jazz-Frühling (Ende April/Anfang Mai), APC-Sommer (Anfang Ju¬ni-Ende Sept.), Internationales Burghaldenfest (2. Juli-Wochen¬ende)
Marktoberdorf
Kammerchor-Wettbewerb (Pfingsten, ungerade Jahre), Musica Sacra International (An¬fang Juni), Jugend jazzt (Dez.)
Memmingen
Kulturfestival »Memminger Meile« (Ende Juni/Anfang Juli) Mindelheim Jazztage (Ende März)
Schloss Neuschwanstein Klassikkonzerte (Sept.)
Oberstdorf
Musiksommer (Klassik, Mitte Juli-Mitte Aug.)
Ottobeuren
Konzerte in der Basilika und im Kaisersaal (Klassik, Mai-Okt.) Steingaden
Konzerte im Weifenmünster und in der Wieskirche Schloss Wolfegg
Internationale Wolfeggcr Konzerte (Ende Juni), Konzerte der Lud¬wigsburger Schlossfestspiele (um den 10. Sept.), Wintermusik (um die Jahreswende)
FREILICHT- UND LAIEN¬THEATER Altusried
Allgäuer Freilichtbühne Tel. (0 83 73) 92 20-0 wnvw.altusried.de Eglofs
Dorfstadel / Stiller Winkel Tel. (0 75 66) 90 77 23 www.eglofs.de Kaufbeuren-Kemnat
Burgspiele
Tel. (0 83 41) 87 69 87 www.burgspiele.de Waal (bei Buchloe)
Passions- und Fleiligenspiele in unregelmäßigen Abständen