Reisen Oberstaufen in Allgäu

OBERSTAUFEN ERLEBEN
AUSKUNFT
Kurverwaltung Hugo-von-Königsegg-Str. 8 87534 Oberstaufen Tel. (0 83 86) 93 00-0 www.oberstaufen.de
FESTE UND EVENTS
Fasnachtsdienstag (»Fasnatziestag«): Festkonzert/-tanz und Umzug, an¬geführt vom »Butz«. Viehscheid ist in Oberstaufen am 2. Sept.-Fr., in Thal¬kirchdorf am 3. Sept.-Freitag. Ende Sept./Anf. Okt.: »Kulturtupfer«.
ESSEN
Fein & teuer
Postttirmle
Oberstaufen, Bahnhofplatz 4 Tel. (0 83 86) 74 12 Abends geöffnet, Di. geschlossen Winziges Gourmetrestaurant mit 15 Plätzen an 3 Tischen. Gute Weinkarte.
Preiswert / Erschwinglich
Altstaufner Einkehr
Oberstaufen, Bahnhofstraße 4 Tel. (0 83 86) 71 93 Außen und innen schönes altes All¬gäuer Haus, gute bodenständige Köstlichkeiten ohne Schnickschnack. Feine Brotzeiten und Tageskarte.
Rössle
Stiefenhofen, Hauptstr. 14 Tel. (0 83 83) 9 20 90, www.roessle.net Bodenständige, ambitionierte Küche mit frischen Kräutern aus eigenem Garten, die man auch im Grünen genießen kann. Das auch optisch angenehme Haus bietet sehr preis¬werte Zimmer im Landhausstil.
Preiswert
Gasthof Adler
Oberstaufen-Aach
Tel. (0 83 86) 21 50 Gemütlicher, 300 Jahre alter Gasthof im Weißachtal an der österreichischen Grenze, mit schönem Wirtsgarten.
ÜBERNACHTEN ► Komfortabel
Löwen
Oberstaufen, Kirchplatz 8 Tel. (0 83 86) 494-0 300 Jahre altes Haus in der Ortsmitte, großzügige Zimmer, mit Schroth- und anderen Kuren. Restaurant in schöner alter Bauernstube mit allgäu-schwäbischer Küche.
Berghof am Paradies
Oberstaufen, Berg 8 Tel. (0 83 86) 9 33 20 www.berghof-am-paradies.de ►Tipp S. 262.
Großzügige Zimmer im neuzeitlichen Alpinstil. Mit gut ausgestatteter Well¬nessabteilung und Schrothkuren.
Landhaus Kennerknecht
Oberstaufen-Schindelberg Im Wurzach 1 Tel. (0 83 86) 9 80 90 www.landhaus-kennerknecht.de Hübsches Schindelhaus bei Steibis in traumhafter Alleinlage mit viel Grün rundum. Moderne, maßvoll rustikale Zimmer, schöne Restaurantstube für Hausgäste. Kuren und Arzt im Haus.
Traube
Thalkirchdorf Kirchdörfer Str. 12 Tel. (0 83 25) 92 00 www.traube-thalkirchdorf.de Gediegenes, dennoch familiäres Hotel in einem großartigen, denkmal geschützten Haus von 1638 ohne Pseudofolklore. Mit gutem Restaurant (Di. geschlossen) und Kurangebot.

Sommerurlaub-in-Oberstaufen-im-Allgäu

Oberstaufen
Nach Oberstaufen, das zwischen sanften grünen Hängen vor der einprägsamen Kulisse des Hochgrats liegt, kommt man vor allem zum Wandern, zum Wintersport und der Gesundheit wegen.
Neben dem heilkräftigen Klima und der schönen Berglandschaft (rundreise vietnam kambodscha) ist Moderner Kurort es die besondere Kur, die der Fuhrknecht Johann Schroth um 1820 entwickelte und der Arzt Dr. H. Brosig 1949 einführte, die den Ruf Oberstaufens als Urlaubsziel ausmacht. Eine basisch-vegetarische, salzfreie Diät, Ganzkörperwickel und dazu Ruhe und Bewegung sollen den Stoffwechsel wieder ins Lot bringen. Heute ist Oberstaufen ähnlich gut besucht wie Bad Wörishofen, aus einem bäuerlichen Marktort wurde ein fast mondäner Kurort mit ziemlich hochgestochener Hotellerie und Gastronomie. Im Ortszentrum um die Kirche, das noch eine Reihe hübscher schindelverkleideter Häuser und Gasthöfe besitzt, kann man »shoppen«, vom Bergkäse bis zur teuren Uhr, und das »Nightlife« ist bekanntermaßen intensiv.
Das Angebot zu sportlicher Betätigung ist, wie zu erwarten, umfassend, bis hin zu den 18-Loch-Golfplätzen in Steibis und im vorarl- bergischen Riefensberg (Unterlitten) sowie dem öffentlichen 9-Loch- Platz in Buflings. Das Panoramabad »Aquaria« bietet Spaß rund ums Wasser, 300 km Wanderwege inkl. 90 km großem Nordic-Walking- Park stehen zur Verfügung. Im Winter locken über 100 km Loipen und 40 km Alpinpisten, v. a. an Imberg und Hochgrat; von Letzte¬rem kann man bei günstigen Bedingungen 6 km zu Tal fahren.
In der riesigen neogotischen Pfarrkirche St. Peter und Paul, erbaut 1858- 1863, beherrscht eine mächtige Frührenaissance-Kreuzigungs- gruppe – vermutlich von dem Konstanzer Heinrich Iselin (um 1500)
– den Hochaltar. Das Heimatmuseum »Beim Strumpfar« war ein Bauernhof, in dem auch Strümpfe gewirkt wurden (Jugetweg 10, geöffnet Mitte Dez.-Mitte Nov. Mi., Fr. 15.00-17.00, So. 10.00 bis ©
12.00 Uhr). Im Färberhaus, nach einem Brand 1785 neu erstellt, wird dieses seit dem 16. Jh. hier ausgeübte Handwerk illustriert.

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 Umgebung von Oberstaufen

Nördlich von Oberstaufen verlief die Salzstraße von Hall in Tirol zum Bodensee, und bei Genhofen hatten die schweren Fuhrwerke den berüchtigten steilen »Hahnschenkel« zu überwinden. Sicher ha- bendie Fuhrleute in der kleinen Kirche St. Stephan vorher für gutes Gelingen gebetet. Das schlichte spätgotische Gotteshaus (1495) über- rascht mit drei hervorragenden Flügelaltären (Hochaltar von dem Kemptener Adam Schlanz, 1523; Figuren vermutlich aus dem Um¬kreis von Jörg Syrlin d. J.) und ei¬ner einzigartigen, rätselhaften naiven Ausmalung von Ende des 16. Jh.s.: Ornamentbänder, heidnische Zeichen wie Druidensterne und Sonnenrunen (Hakenkreuze), an prähistorische Zeichnungen erin¬nernde Tierfiguren. Die Sakristeitür von 1566 ist mit über 40 Huf¬eisen als Votivgaben beschlagen, und noch heute gibt es gegenüber der Kirche eine Schmiedewerkstatt (Lingg, hier bekommt man den Schlüssel zur Kirche). Die wohltuende Landschaft (halong bucht) vor der Nagel- fluhkette kann man auf einem Rundgang genießen (ca. 1.30 Std.): von Genhofen westlich den Hahnschenkel hinauf, südlich nach Vor-derreute und nordöstlich zurück.
Auch die unscheinbare Kirche St. Bartholomäus im properen Bauerndorf Zell östlich von Genhofen stammt aus gotischer Zeit (um 1350, Chor um 1440) und birgt großartige Kunstschätze. Der Flügel-Hochaltar ist ein Werk des Memmingers Hans Strigel d. Ä.
(1442); auch die Fresken im Chor (um 1450) werden Strigel zuge¬schrieben. Dargestellt sind u. a. Szenen aus dem Marienleben, Apos¬telmartyrien und das Jüngste Gericht.
Das Dorf 3 km nördlich von Genhofen hat sich zum »Kräuterdorf« ernannt: Kräuterführungen werden angeboten, es gibt Kräuterland¬höfe, und im Gasthof Rössle, beim »Kräuterwirt«, kann man in un¬gewohnten Aromen aus dem hauseigenen Garten schwelgen. Im südwestlich von Stiefenhofen gelegenen Hopfen ist die Kräutergärtnerei Artemisia zu finden (mit Laden und Veranstaltungsprogramm; Tel.0 83 86 / 96 05 10, www.artemisia.de).
Knechtenhofen In Knechtenhofen (3 km östlich von Oberstaufen, an der B 308) ge¬winnt man in einem Bauernhaus des 17. Jh.s – einem typischen »Huimatle«, wie es auf Allgäuisch heißt – interessante Einblicke in früheres Landleben (mekong kreuzfahrt) (geöffnet Mai-Okt. Mi. 14.00-17.00, So. 10.00 bis 12.00 Uhr). Unter anderem gibt es eine »Käskuche« und eine Bändelweberei. Am südlich aufragenden Hündle (1112 m, Sessellift) kann man gemütliche Abwanderungen unternehmen, Skifahren und auch im Sommer rodeln. Für die Wanderung über die Salmaser Höhe /Thaler Höhe ►Tipp S. 166
Zwischen Thalkirchdorf und Konstanzer hat man Zugang zu den Os- terdorfer Wasserfällen, die höchst eindrucksvoll 35 m tief vor einer Nagelfluhwand abstürzen. Der Weg (20-30 Min.) ist beschildert und nicht schwierig, bei Nässe ist die Rutschgefahr allerdings groß (Bergschuhe nötig). Auch für Kinder ein schönes kleines Abenteuer.
Steibis Südlich über Oberstaufen liegt der Kurort Steibis. Von hier aus erschließt eine Seilbahn zum Imberghaus (1248 m) ein schönes Wandergebiet im größten Alpgebiet Deutschlands (120 km2) mit über 160 Alpen. In vielen können Sie sich mit frischer Buttermilch, Käse, Kässpatzen oder hausgemachtem Kuchen stärken. Unbedingt zu empfehlen ist der Gang von Steibis zu den Buchenegger Wasserfällen (ca. 1 Std., beschildert). Stiebend stürzen dort die Wasser der Weiß- ach in zwei Stufen in leuchtend grüne »Gumpen« (d. h. Becken – Ba¬desachen mitnehmen!). Sehr schön rasten kann man in der urigen Alpe Neugreuth; hier gibt es – der Bodensee ist nicht weit – auch gu¬ten Most (Mo. geschlossen).
Bei Weißach südlich von Oberstaufen wendet sich der gleichnamige Fluß nach Südwesten, um der Bregenzer Ach zuzufließen. Im Winter ist das Tal ein schönes Langlaufrevier. Seine Erkundung sollte man mit dem traumhaften Blick vom »Paradies« (►Tipp gegenüber) ver-binden (Gesamtgehzeit 4.30-5 Stunden): Vom Kurhaus in Ober¬staufen zum Kapf (998 m) hinauf, dann hinunter nach Berg und über Döbilisried nach Eibele mit dem beliebten Gasthof Eibelesmüh¬le. In Aach, von Eibele über das österreichische Unterhalden zu errei¬chen, ist die Wallfahrtskirche Maria Schnee von 1719 einen Blick wert, deren Hochaltar eine schöne gotische Schutzmantelmadonna (um 1450) aufweist. Dann zurück nach Eibele; beim E-Werk sind zur Zeit der Schneeschmelze der Eibele- und der Krebswasserfall erlebenswert. Zurück nach Oberstaufen auf dem Weißacher Talweg oder auf dem höher verlaufenden Haldenweg.
Im Süden wird das westliche Oberallgäu durch einen Bergzug abgeschlossen, der mit seinen charakteristischen Gipfeln – v. a. dem sym- metrisch-dreigratigen Hochgrat (1832 m) – die Szenerie prägt. Für den passionierten Bergwanderer gehört er zum schönsten, was das Allgäu zu bieten hat: eine überaus abwechlungsreiche, reizvolle Landschaft (mekong schiffsreisen) in stetem Auf und Ab, mit sanften grünen Grashängen zwischen dramatisch steilgestellten Felsrippen (► Foto S. 22). Sie ist dem Gestein zu verdanken, das dem Bergzug den Namen gegeben hat: Die Nagelfluh, die aufgrund ihrer Härte und ihres Aussehens mit Waschbeton verglichen wird, entstand im Tertiär aus größeren und kleineren Kieseln, die mit Kalk und Sand verkittet sind.
Der Hochgrat ist mit einer Gondelbahn zu erreichen; von der Bergstation (1708 m) braucht man 20 Min. zum Gipfel, der ein großartiges Panorama von der Zugspitze bis zum Säntis eröffnet. Von Anfang Juni bis Anfang Sept. kann man dienstags dort oben den Sonnenuntergang genießen (letzte Talfahrt vor Einbruch der Dunkelheit).
Tipp: Übernachten Sie im Staufner Haus und erleben Sie nach kurzem Aufstieg den Sonnenaufgang am Gipfelkreuz. Die Skiabfahrt zählt mit 6 km Länge und 850 m Höhenunterschied zu den längsten in den deutschen Alpen.
Trotz Bergbahn sollte man den Hochgrat zu Fuß erobern. Der Aufstieg von der Talstation der Hochgratbahn (auch mit Mountainbike möglich) über Untere und Obere Lauchalpe – unterhalb dieser ist eine mächtige, mehrere hundert Jahre alte Eibe zu beachten – dauert ca. 2.30 Std.; für die Runde von der Talstation über Simatsgundalpe und Brunnenauscharte zum Gipfel, Abstieg über Lauchalpen und Schilpere-Alpe, braucht man ca. 5.30 Stunden. Natürlich kann man auch mit Hilfe der Hochgrat¬bahn großartige Touren unternehmen: von der Bergstation südwestlich über Falken und Hohen Häderich zum Alpengasthof Hörmoos (anspruchsvoll, 5 Std., Rückfahrt mit Bus), oder nordöstlich die Überquerung des Kamms über Rindalphorn (1821 m) und Stuiben (1749 m) zum Mittag (1451 m, ► Immenstadt) – einer der eindrucksvollsten Höhenwege der Allgäuer Berge (6-7 Std.), der Kondition, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit verlangt. Man kann die Nagelfluh-Tour sogar zu einer 5-6-tägigen Bergwanderung ausbauen (Info bei Allgäu Marketing, ►S. 88).

Baedeker TIPP
Die Kraft heimischer Kräuter
Verbinden Sie doch die Rast im Alpengasthof Hörmoos mit einem Besuch der Kräuteralp nebenan. Michael Schneider, ein echtes »Hörmooser Gewächs«, gräbt nicht nur Wurzeln vom Gelben Enzian aus, er sammelt und kultiviert auch heimische Kräuter, deren Wert nur wenige kennen. Beides brennt er zu wohltuenden Elixieren – in Deutschlands höchstgelegener Destillerie. Michel verkauft von Mitte Mai bis Anf. Nov. Sa., So., Mo. 14.30-16.30 Uhr, sonst kann man im Gasthof einkaufen (www.kraeuteralp.de).

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