Reisen Oberstdorf in Allgäu

Im äußersten Süden Deutschlands, mitten in den Allgäuer Alpen mit ihren höchsten und eindrucksvollsten Gipfeln – wie Nebelhorn, Fellhorn, Höfats und Mädelegabel -, liegt Oberstdorf, der bekannteste Urlaubsort (halong bucht)  des Allgäus und Zentrum des Oberallgäus.
»Entdeckt« wurde der Marktflecken durch Prinz Luitpold – ab 1886 bayerischer Prinzregent -, der 1851 die Gemeindejagd pachtete und viel für Oberstdorf tat, das damals ein armes Dorf war: In einer Sack¬gasse fern der Welt gelegen, mit rauem Klima und langen Wintern, mehr schlecht als recht von der Landwirtschaft lebend. Besonders hilfreich war Luitpold nach dem Brand 1865, der die Hälfte des Orts einäscherte. Im weiten Talgrund zwischen Stillach und Trettach, die sich weiter nördlich mit der Breitach zur Iller vereinigen, gab es wohl schon zur Karolingerzeit ein Dorf; 1495 verlieh ihm Kaiser Maximilian das Marktrecht. Der Bahnanschluss 1888 schuf die Grundlage für die Entwicklung zum Ferienort, der seit 1937 das Prädikat Heilkli-matischer Kurort trägt und seit 1964 auch Kneippkurort ist. Mit 230 km2 Fläche ist die Gemeinde nach München die zweitgrößte in Bayern, ca. 75 % des Gebiets stehen unter Landschafts- oder Na¬turschutz. 17 500 Gästebetten und 2,5 Mio. Übernachtungen im Jahr machen den Ort zu einem der größten Fremdenverkehrsmagne- ten in Deutschland – mit anderen Worten: Der Tourismus hat Oberstdorf im Griff, auch mit seinen Schattenseiten. Einigermaßen überrascht stellt man aber fest, dass noch Vieh durchs Dorf getrieben wird. Im Sommer kommen mehr Gäste als im Winter, was sich im Zeichen des Klimawandels sicher noch verstärken wird. Das länder- übergreifende Skigebiet von Oberstdorf, das sich als »modernste Skiarena Deutschlands« rühmt, wird gegenwärtig schon zu 70 % künstlich beschneit, und es wird unbeirrt kräftig weiter investiert.

Oberstdorf in Allgaeu
2006 ging am Fellhorn die längste Seilbahn Deutschlands in Betrieb (Bergstation Schlappoldsee, 1780 m).

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Das ganze Jahr über kann man – nach Kneipp, Schroth, Ayurveda etc. – kuren bzw. sich pflegen lassen. Renommiert sind die Oberst- dorfer Musikwochen mit klassischer Musik, auch die Volksmusik hat hier eine hervorragende Tradition. 200 km Wander- und Mountainbike-Wege in unterschiedlichen Höhen, ein 9-Loch-Golfplatz und Moorbadeseen bilden die Basis sommerlicher Betätigung. Wintersport wird natürlich großgeschrieben. Vom Nebelhorn (2224 m), dem höchsten Skiberg des Allgäus, führt die längste Abfahrt Deutschlands ins Tal (7,5 km); mit den Bahnen an Fellhorn und Kanzelwand verfügt der Verbund Oberstdorf-Kleinwalsertal über ca. 110 km Pisten. Das Eisstadion ist Bundesleistungszentrum für Eiskunst¬lauf und Curling-Zentrum. 80 km Loipen, zwei je 3,5 km lange Ro- delbahnen (Seealpe mit Lift, Rcichcnbach-Gaisalpe zu Fuß) und gut 140 km gebahnte Winterwanderwege komplettieren das Angebot. Am 29. Dez. findet auf der Schattenbergschanze das Auftaktspringen der Internationalen Vier-Schanzen-Tournee statt.
Die neogotische Pfarrkirche St. Johannes der Täufer, nach dem gro- ßen Brand mit den Resten des gotischen Baus errichtet (1867), wur- de in Teilen von Oberstdorfer Künstlern gestaltet: von Johann Baptist von Schraudolph (1808-1879), der Professor an der Münchner Aka¬demie war und den Speyerer Dom ausmalte, und seinem Bruder Claudius (1813-1891), der zu den Nazarenern zählte. Weitere inte¬ressante Stücke: hl. Anna mit Maria (um 1340); die »Schöne Oberst- dorferin« (Muttergottes im Strah¬lenkranz, aus dem Umkreis des Imberger Meisters, um 1490); ei¬ne Muttergottes im Weichen Stil (um 1430) und die stimmungs¬volle »Geburt Christi« des Klassi- zisten Anton Raphael Mengs (um 1770). Neben der Pfarrkirche steht die Seelenkapelle (Ende 15.Jh., Kriegergedächtniskapelle), deren Nordwand Fresken aus der Mitte des 16. Jh.s zieren (Schein¬architektur in Renaissance-Ma¬nier, Passion Christi). Im Hei-matmuseum (Oststr. 13, geöffnet Di.-Sa. 10.00-12.00, 14.00 bis 17.30 Uhr, bei Regenwetter auch So./Fei.) taucht man in früheres ländliches Leben ein. Zu sehen ist dort auch der größte Schuh der Welt (Größe 480), gefertigt 1950 von Josef Schratt, einem direkten Nachfahren des Haferlschuh-Er¬finders. ln der Ludwigstraße, bei der Kristall-Therme, steht das Jagdhaus des Prinzregenten Luit- pold, ein 1856 erbautes Blockhaus, heute ein feines Restaurant mit schönem Biergarten. Kultur anderer Art erlebt man in der italienisch angehauchten Villa Jauss im Fuggerpark, die sich der Brauereibesitzer Melchior Jauss 1885 erstellen ließ und unterschiedlichsten kulturellen Ereignissen als Rahmen dient.
eto-Kapellen Zum »Pflichtprogramm« gehört der Spaziergang zu den drei Loreto- Kapellen, die an der Straße nach Birgsau malerisch in die Landschaft komponiert sind. Die älteste ist die Appach-Kapelle von 1493 mit achteckigem Grundriss; sie besitzt noch spätgotische Fresken aus der Mitte des 16. Jh.s. Wie die anderen süddeutschen Vertreterinnen ihrer Art entstand die Kapelle Maria Loreto im 17. Jh. (1657/1658); sie enthält eine Madonna aus Ton (16. Jh.), die als Gnadenbild seit alter Zeit verehrt wird und ursprünglich in der Appach-Kapelle stand. Außer dem hervorragenden Rokoko-Altar (1741) des Füsseners Anton Sturm, von dem z. B. die großen Kirchenväterfiguren in der Wieskir- che stammen, ist das Kuppelfresko von Claudius Schraudolph zu beachten (1877, Foto ►S. 65). Er schuf auch die Gemälde in den Altä¬ren der dritten Kapelle, St. Joseph, die 1671 geweiht wurde. Hier ist auch ein Palmesel von Franz Xaver Schmädl zu sehen, dem 1705 in Oberstdorf geborenen Bildhauer, der mit vielen Werken im Pfaffen¬winkel berühmt wurde. Anschließend geht man hinauf zum Gasthof Alpenrose und zum Moorweiher mit seinem altmodischen Bad (halong bucht tour).
WUSSTEN SIE SCHON …
Den Haferlschuh, der zur »Basis« der baye¬rischen Männertracht wurde, erfand im Jahr 1803 der Oberstdorfer – mithin Allgäuer – Franz Schratt. Diese Fußbekleidung soll dem Huf einer Gemse nachempfunden sein. Den Namen hingegen prägten britische Touristen, die damals hohe Schuhe gewöhnt waren und von »half shoes« sprachen. Bis heute hält das Schuhhaus Schratt in Oberstdorf die Tradition hoch (www.schratt-1803.de).
Umgebung von Oberstdorf
Von Oberstdorf führen drei Täler fächerförmig südlich ins Gebirge, von Osten: Trettach-, Stillach- und Breitachtal. Im idyllischen Trettachtal gelangt man – auf für den allgemeinen Verkehr gesperrtem Sträßchen – nach Spielmannsau, wo die erste Alpenetappe des berühmten Fernwanderwegs E5 nach Venedig mit dem Aufstieg zur Kemptner Hütte (1846 m, 5 Std.) beginnt. Auf halbem Weg hat man Zugang zum prächtig vor dem »Zahn« der Höfats gelegenen Bergdorf Gerstruben, in dem das harte Leben vergangener Zeiten nach¬vollziehbar ist. Es wurde im Mittel- alter von Walsern gegründet und war bis 1892 ständig besiedelt; er¬halten sind über 350 Jahre alte, aus Rundhölzern »gestrickte« Bauernhäuser (mit einem Gasthof), eine Sägemühle und eine Kapelle. Sehr interessante Führungen durch das liebevoll restaurierte Museumsdorf veranstaltet die Kurverwaltung Oberstdorf. Man gelangt bequem auf dem – im Winter geräumten – Sträßchen von Dietersberg dorthin (von Oberstdorf ca. 1.15 Std.). Wer gut zu Fuß ist, wählt den steilen, oft nassen und glitschigen Steig durch den großartigen Hölltobel, eine sehr schmale, düstere Klamm mit rauschenden Wasserfällen und überaus vielfältiger Flora. Den Rückweg kann man über den Rauthof, Gottenried und den zauberhaften Christlessee (mit Gasthof) nehmen.
Auf der Höhe von Gruben zweigt vom Trettachtal östlich das Tal des Oybachs ab. Im Talschluss, auf 1315 m Höhe, ist einer der prächtigsten Wasserfälle des Allgäus zu erleben, der Stuibenfall. Seinen Namen hat er von »stieben«, und tatsächlich erzeugt das aufprallende Wasser unter gewaltigem Tosen eine riesige Wolke aus Wasserstaub. Nach kurzem steilem Aufstieg von Gruben schreitet man im fast ebenen Trogtal des Oybachs dahin. Hin und zurück sind es 15 km, für die man ca. 5 Std. braucht; bis zum Oytal-Haus kann man auch mit der Kutsche fahren.
Von Oberstdorf oder von den Loreto-Kapellen führen beliebte Spa- zierwege, u. a. der »Probstweg«, hinauf zum malerischen moorigen Freibergsee über dem Stillachtal; eine schöne Badeanstalt, ein Boots- verleih und ein Cafö helfen beim Zeitvertreib. Nebenan ragt kühn die Heini-Klopfer-Skiflugschanze in den Himmel; nach der Fahrt mit dem Schrägaufzug nimmt einem der Blick von oben den Atem … Vom Parkplatz der Fellhornbahn – Endstation für den allgemeinen Verkehr – ist in 1 Std. Einödsbach (1142 m) zu erreichen, die süd¬lichste Dauersiedlung Deutschlands vor der prachtvollen Kulisse von Trettachspitze (2595 m), Mädelegabel (2645 m) und Hochfrottspitze (2648 m) – siehe Foto S. 18. Sehr empfehlenswert ist die Rundwan- derung von Birgsau (949 m) hinauf zum Guggersee (1710 m): Am Hang unter dem Alpgundkopf hat man eines der schönsten Panora¬men der Allgäuer Alpen vor sich. Der Abstieg führt zunächst in süd¬licher Richtung, dann über die Breitengernalpe und Einödsbach zu-rück nach Birgsau (gesamt ca. 5 Std.).
Der Weg von Einödsbach zum Waltenberger-Haus – Stützpunkt für Mädelegabel und Heilbronner Weg – führt durch eine besonders wilde, bizarre Schlucht, das Bacher Loch. Wo der Katzentobel von Osten einmündet (von Einödsbach ca. 30 Min.), öffnet sich der Blick auf die steilen Grashänge von Linkerskopf und Laubschrofen, auf Mädelegabel, Wilden Mann und Rotgundspitze. Den Grund des Tals nimmt das Schneeloch ein, in dem Lawinenreste auch den heißesten Sommer überdauern. Das Bacher Loch ist Pflanzenschutzgebiet, und am Linkerskopf gedeiht der weiß-rosa blühende Gletscherhahnen¬fuß, der im Wallis bis in Höhen von 4200 m anzutreffen ist.
Südwestlich von Oberstdorf hat sich die Breitach 100 m tief in die Schrattenkalke des Engenkopfs gesägt. 1905 wurde, nachdem man mit viel Schwarzpulver und Eisen einen Steig angelegt hatte, der heute sehr frequentierte Weg durch die überaus eindrucksvolle Klamm eröffnet. Die ca. 45 Min. dauernde Durchquerung ist auch im Winter ein Erlebnis (geöffnet im Sommer 8.00-17.00, im Winter 9.00 bis 16.00 Uhr). Zu empfehlen ist die Fortsetzung der Wanderung um 45 Min. zum hübsch gelegenen Gasthaus Waldhaus im ► Kleinwalsertal, Rückfahrt mit dem Bus.
Die Allgäuer Alpen sind berühmt für ihre schier unerschöpfliche Auswahl an den unterschiedlichsten und schönsten Bergwanderun¬gen und Klettertouren, sei es im Allgäuer Hauptkamm im Südosten mit ihren wild gezackten Hauptdolomitgipfeln, in den vorgelagerten steilen Grasbergen, in der sanften Hörnergruppe im Westen oder am Hohen Ifen (► Kleinwalsertal). Die Bahnen zum 2224 m hohen Nebelhorn – das Panorama dort soll 400 Gipfel umfassen – und zum Fellhorn (2038 m) erleichtern den Anstieg. Hier können nur ein paar Leckerbissen erwähnt werden, die in den meisten Fällen erfahrenen Berggängern Vorbehalten sind: Hindelanger Klettersteig vom Nebelhorn zum Daumen; vom Edmund-Probst-Haus zum Laufbacher Eck (2179 m, ggf. weiter zum Prinz-Luitpold- Haus); Krumbacher Höhenweg von der Kanzelwand über Fider- epasshütte zur Mindelheimer Hütte (ggf. über den Mindelhei- mer Klettersteig), kombinierbar mit dem Kammweg vom Söllereck über das Fellhorn oder im Süden mit der Umrundung des Großen Widdersteins; und schließlich der berühmte Heil- bronner Weg von der Rappen¬seehütte zum Waltenberger- Haus bzw. zur Kemptner Hütte.
Die seit Jahrhunderten bewirtschaftete Schlappold-Alpc am Fellhorn ist die größte und höchstgelegene Sennalpe im Allgäu. Jedes Jahr werden Anfang Juni 80 Kühe aufgetrieben, über 1000 Liter Milch werden im Hochsommer täglich zu Bergkäse, Butter, Quark und Jo¬ghurt verarbeitet. Die Alpe ist von der Bergbahn-Station Schlappold¬see in 30 Min. zu erreichen (kinderwagentauglicher Weg) und kann Anfang Juli bis Anfang September am Dienstagvormittag besichtigt werden (Treff 8.45 Uhr an der Fellhornbahn-Talstation).
Am Ostrand des Dorfs 4 km nördlich von Oberstdorf steht die spät¬gotische Kapelle St. Jakobus (1540) mit einem schönen Schreinaltar von 1495, dessen Figuren aus Ulmer und Memminger Werkstätten (Multscher-Umkreis) stammen.
Mit herrlichen Ausblicken und Berglandschaften (vietnam kambodscha laos) lohnt der Aufstieg von Reichenbach in 1.30 Std. durch den Reichenbachtobel mit seinen Wasserfällen zur Gaisalpe (1149 m, bewirtschaftet). Alpiner wird der Weiterweg zum Unteren Gaisalpsee (1508 m, 1.30 Std.) im Kar zwischen Entschenkopf, Nebelhorn und dem mächtigen Rubihorn. Von dort kann man das Rubihorn erklimmen, das einen prachtvollen Rundblick eröffnet (1957 m, Abstieg südlich zur Vorderen Seealpe/ Mittelstation der Nebelhornbahn) oder zum F.dmund-Probst-Haus am Nebelhorn aufsteigen.
In dem angenehmen Kurort nördlich von Oberstdorf ist – neben der Kirche St. Verena mit Apostelfiguren von dem Hindelanger Melchior Eberhard (1759) – die Frauenkapelle (1667) mit hoher Zwiebelkuppel interessant, ein Werk des bedeutenden Vorarlberger Baumeisters Michael Beer, der zuvor die Stiftskirche Kempten schuf. Wie diese vereint die Kapelle ein Langhaus mit einem kreuzförmigen Zentralbau. Unter der reichen Ausstattung (17.-19. Jh.) sind das Gnadenbild (Pieta, um 1450) und die zahlreichen Votivtafeln des 17. bis 19. Jh.s hervorzuheben.
Zwischen ►Sonthofen und Fischen wird das Illertal im Westen von der Kette der »Hörner« begleitet, mit Ofterschwanger Horn (1406 m), Sigiswanger Horn (1527 m), Weiherkopf (1665 m) und den Ochsenköpfen; weiter westlich gehört das Riedberger Horn (1787 m) dazu. Die Wandertour über die Hörner ist auch für wenig Geübte und Familien geeignet und gehört zu den Klassikern der Allgäuer Berge; die landschaftlichen Eindrücke sind großartig. Bei Benützung der Bergbahnen – in Bolsterlang die Hörnerbahn (moderne, architektonisch hervorragende Bergstation), in Ofterschwang »Weltcup- Express« – braucht man ca. 4 Std., mit Aufstieg vom Tal 2 Std. mehr. Sehr empfehlenswert ist auch der Gang von der Bergstation der Hörnerbahn zum Berghaus Schwaben (Gasthof, 1500 m, Tel. 0 83 26 / 438, Di. Ruhetag) und weiter zum Riedberger Horn (2 Std.), dann entweder durch das Boigental mit seiner interessanten Feuchtvegeta¬tion über die Zunkleiten-Alpe nach Sonderdorf (2 Std.) oder zur Grasgehren-Alpe am Riedbergpass (ca. 1 Std., ►S. 276).
In den Kalkbergen des Oberalllgäus sind Karstphänomene wie Karrenfelder und Höhlen verbreitet, doch nur eine Höhle ist zugänglich: die Sturmannshöhle südlich von Obermaiselstein. Auf 300 Länge erlebt man – bei 4 °C sommers wie winters – schmale Schächte, hohe Hallen, unterirdische Bäche und Seen (saigon mekong delta phu quoc). Führungen stündlich Mai – Auf. Nov. 9.30-16.30 Uhr, Ende Dez.-So. nach Ostern 11.00- 16.00 Uhr. Feste Schuhe und warme, strapazierfähige Kleidung sind nötig! Zu Fuß geht man von Obermaiselstein oder (besonders schön) auf dem wildromantischen Sagenweg vom »Hirschsprung« an der Straße Obermaiselstein-Tiefenbach in ca. 30 Min. zum Gasthaus Stur¬mannshaus bei der Höhle.
In Tiefenbach nordwestlich von Oberstdort ist die Kirche St. Barbara (1458) mit einem Passionszyklus von Hans Strigel d. J. (1477) sehenswert. Von Tiefenbach hat man Zugang zum schönen Starzlachtal (ab Winkel ist die Straße mautpflichtig), über dem südlich die Gottesackerwände aufragen. In Winkel sollte man einen Blick in die Kapelle St. Martin werfen; im Altargemälde aus dem späten 17. Jh. wird ungewöhnlicherweise ein bereits toter Christus gekreuzigt, ln Rohrmoos ca. 6 km westlich trifft man auf eine wunderbare Rarität: die in herrlicher Landschaft stehende, schlichte Holzkapelle St. Anna aus der Spätrenaissance, errichtet um 1568. Auftraggeber waren die Truchsessen von Waldburg-Wolfegg, damals die Grundherren, die auch heute noch in der Gegend begütert sind. Sie ist gänzlich in volkstümlicher Art ausgemalt, z. T. unter Verwendung hochkarätiger Vorlagen: Die Bilder des Flügelaltars (1568) folgen Holzschnitten von Albrecht Dürer, das Jüngste Gericht (1569) an der Westwand einem Stich von Maarten van Hemskerck. Damit nicht genug: Auf dem linken Flügel des Altars sieht man in der Ferne einen Alphornbläser — die älteste Darstellung dieses Instruments im Allgäu.
Radsportler und Motorradfahrer schätzen den 1420 tn hohen Ried- bergpass westlich von Fischen, Deutschlands höchste Passstraße und mit bis 16 % Steigung eine der steilsten. An der Passhöhe geht es rechts zur Grasgehren-Alpe; von hier geht man in gut 1.30 Std. aufs Riedberger Horn (1787 m), das einen umwerfenden Blick über die ganzen Allgäuer Berge bietet. Von besonderem Reiz, besonders im Herbst, ist die Vegetation in der Mulde der Grasgehren-Alpe.
Vom Parkplatz jenseits der Passhöhe kann man südlich den 1679 m hohen Besler erklimmen, dessen Kalkfelszacken ins Tal schauen, und die fantastische Aussicht genießen; trotz der alpinen Szenerie führt ein unschwieriger Weg über Schönbergalpe und Beslerkopf hinauf (hin und zurück 3.30 Std.).
Kurz vor der Grenze liegt in einem bekannten »Schneeloch« Balder¬schwang (250 Einw., 1044 m) mit einem kleinen Skigebiet am Gelb¬hansekopf und schönen Loipen; im Sommer ideal für ruhige Familienferien, in der großenteils unter Naturschutz stehenden Umgebung lassen sich schöne Alp- und Bergwanderungen unternehmen. Am 15. Sept. ist in Balderschwang Viehscheid. Am Sträßchen, das östlich von Balderschwang zur Balderschwanger Alpe führt, ist eine 2000- bis 4000-jährige Eibe mit zwei Stämmen zu bestaunen. Die Eibe (botanisch Taxus baccata) war früher aufgrund ihres harten, elas- tischen Holzes für Bögen und Armbrüste begehrt, weshalb es heute nur mehr wenige alte Exemplare gibt. Hier beginnt die Runde über den Siplingerkopf (1746 m), eine landschaftlich wie botanisch sehr lohnende Tour, über Heidenkopf (1685 m) und Obere Wilhelminen- alpe (Trittsicherheit nötig, Gesamtgehzeit ca. 4.30 Std.). Der Gipfel gewährt einen großartigen Rundblick. Wer ins Gunzesrieder Tal zur Au-Alpe absteigt, passiert die Siplinger Nadel, einen höchst eindrucksvollen Nagelfluh-Obelisken (mit Gipfelkreuz!).

 

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No Responses to “Reisen Oberstdorf in Allgäu”

  1. obmenVeF says:
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