Reiseziele in Allgäu (Teil 8)

Kleinwalsertal
Staat: Österreich Höhe: 910-2536 m ü.d.M.
Eines der reizvollsten und bekanntesten Täler der Allgäuer Alpen und eine geografisch-politische Besonderheit dazu ist das Kleinwalsertal südwestlich von Oberstdorf. Die herrliche Gebirgslandschaft – im Sommer ein fantastisches Tourengebiet, im Winter ein schneesicheres Skiparadies – machen es zum bevorzugten Ferienziel.

Kleinwalsetal
ALPEN, KÜHE, MILCH UND KÄSE
Hübsche braungraue Rinder auf leuchtend grünen, steilen oder weiten, buckligen Wiesen, der herzhafte Duft von Kuhdung, sahnige Milch und würziger Käse, dazu mächtige Portionen nahrhafter Kässpatzen – nicht zu Unrecht sind dies die tragenden Elemente im landläufigen Bild vom Allgäu.
Man kann sich kaum vorstellen, dass das Allgäu nicht schon immer »grün« war, ein Land (vietnam kambodscha rundreise) der Kühe, Weiden und Senner. Wohl hielt man seit ältesten Zeiten Rinder, die Fleisch, Milch und wertvolle Rohstoffe zu vielfältigster Verwendung lieferten. Käse produzierte man aber praktisch nur für den Eigenbedarf; für eine Vermarktung in größerem Stil gab es weder die geeigneten Produkte noch die technischen und logistischen Einrichtungen. Dennoch muss er einen guten Ruf gehabt haben – der römische Kaiser Antoninus Pius soll sich im Jahre 161 n. Chr. an Allgäuer Käse zu Tode gegessen haben.
Eine Erfolgsgeschichte

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Es war eine echte Fügung des Schick¬sals. Gerade in einer Zeit, als die wirtschaftliche Basis der Bauern im Oberland – die nie üppig war – mit der Leinenproduktion zusammenzubrechen drohte, traten vor allem zwei Männer auf den Plan, die mit Tatkraft für das Allgäuer Wirtschaftswunder des 19. Jh.s sorgten. Der Oberstaufe- ner Händler und Spediteur Josef Aurel Stadler, der Käse aus dem schweizerischen Emmental importierte, holte (nach ersten Versuchen in Weiler 1821) von dort den Sennen Johannes Althaus, der schließlich 1827 im Gunzesrieder Tal den ersten vollgültigen »Allgäuer Emmentaler« herstellte. 1830 entstand in Wilhams bei Immenstadt der erste Limburger Käse, ein »Werk« von Carl Hirnbein, der Käser aus Belgien geholt hatte (►S. 80). Ihre große Leistung bestand aber nicht nur darin, konkurrenz- und transportfähige Produkte zu entwickeln, sondern auch für breite Nachfrage und den Vertrieb zu sorgen. Die Stadlers verschifften von Ulm aus ihre Ware bis nach Wien und Rudanest.
und Hirnbein richtete Niederlassungen in Mannheim, Kassel und Stuttgart ein, bis nach Franken und Sach¬sen wurde sein Käse verkauft.
Im Lauf weniger Jahre wurden Acker¬bau und Leinwand aufgegeben und die Landwirtschaft fast ganz auf die Produktion von Milch und Käse um¬gestellt. Welche gewaltigen Auswirkungen das hatte, wird etwa an der Alp Laufbichl im Ostrachtal deutlich, die ihren Ertrag innerhalb von zwei Jahren annähernd verzwanzigfachen konnte. 1872 zählte man im Allgäu nicht we-niger als 34 Käsehandelsfir¬men, 1885 gab es über 1100 Talsen- nereien. 1890 wurde in Weiler eine Lehranstalt für Emmentalerkäserei ge¬gründet. Rund um Milch und Käse entstand ein ganzes System von Institutionen für die Ausbildung und die Qualitätssicherung, die heute ihr renommiertes Zentrum in der Milchwirtschaftlichen Untersuchungs- und Versuchsanstalt in Kempten hat. Wie bedeutend die Milchwirtschaft für das Allgäu auch im anhaltenden Nieder-gang der Landwirtschaft (halong bucht vietnam) ist, lassen einige Zahlen erkennen: 99,9 % der Landwirtschaftsfläche im Oberallgäu sind Dauergrünland, im Unterallgäu sind es noch 70 %; der Anteil der Nebenerwerbsbetriebe liegt deutlich unter dem bayerischen Durchschnitt von 55 %, ebenso der Rückgang der Zahl der Milchkühe.
Vom Dachs zum Braunvieh
Jahrhundertelang genoss die Allgäuer Viehzucht einen guten Ruf. Der heimische Schlag des alpinen Braunviehs, der Allgäuer Dachs, war klein, genügsam und unempfindlich bei guter Milchleistung. Die Rinderpest um 1800 und der Boom des Allgäuer Käses führten jedoch dazu, dass man die Zucht vernachlässigte und billige Rinder verschiedneer Rassen aus dem Ausland kaufte. Erst um 1890 wurden Zuchtverbände gegründet und unter Rückgriff auf Schweizer Braunvieh eine wieder einheitliche Rasse ge¬schaffen: eine robuste »milchbetonte Zweinutzungsrasse«, die also auch gutes Fleisch liefert, an die rauen al¬pinen Bedingungen angepasst ist und deren Milch eine hohe Käseausbeute ermöglicht. Ab etwa 1966 wurde, um die Milchleistung zu erhöhen, die amerikanische Rasse Swiss Brown eingekreuzt, und zwar so vehement, dass um 1990 das alte Braunvieh fast völlig verdrängt war. Heute jedoch hat man erkannt, dass dieses für das Allgäu eine ideale Rasse ist, und es wird nun unter der Bezeichnung Original Allgäuer Braunvieh wieder verstärkt gezüchtet. Außer seiner Konstitution und der besonderen Käsereieignung der Milch schätzt man auch das hervorragende Fleisch; eine extensive, landschaftspflegerische Viehwirtschaft trifft sich hier mit der wachsenden Nachfrage nach hochwertigem Fleisch – besonders auch aus der Gastronomie, z. B. aus den in der »LandZunge« zusammengeschlossenen Gasthöfen (►S. 92). In diesem Zusammenhang gewinnen auch die Alpbetriebe im Allgäu neue Bedeutung, denn viele Züchter erkennen zunehmend die Vorteile der Älpung des Jungviehs wie Gesundheit, Robustheit und Fruchtbarkeit, und ho¬norieren sie entsprechend.
Emmentaler, Romadur & Co.
»Allgäuer Emmentaler« und »Allgäuer Bergkäse« sind heute von der EU als Herkunftsbezeichnung geschützt. Beide sind Hartkäse und werden nach demselben Verfahren hergestellt: Ro¬he Abend- und Morgenmilch wird mit Milchsäurebakterien und Lab dickgelegt, der »Bruch« von der Mol¬ke getrennt und in Formen gepresst. Nach einem Salzbad reifen die Käse mehrere Monate. Die Unterschiede – der große Emmentaler hat kirschgroße Löcher und schmeckt mildnussig, der kleinere Bergkäse hat wenige erbsengroße Löcher und ein würzigeres Aroma – beruhen v. a. auf unterschiedlichen Formaten und Rei¬febedingungen. Anders der Romadur, dessen größere Varianten als Lim¬burger (um 250 g) und Backsteinkäse (um 500 g) bezeichnet werden: Er ist ein Weichkäse mit Rotschmiere, der nur 2 bis 4 Wochen reift, wobei das Bacterium linens für den charakteristi¬schen roten (essbaren) Überzug und den ebenso typischen, herzhaften Ge¬schmack sorgt. Berüchtigt für seinen kräftigen »Duft«, von Kennern jedoch heiß geliebt wird der Weißlacker, der einzige echte Allgäuer Käse, der 1874 in Wertach erfunden wurde und heute nur noch von einer Molkerei hergestellt wird (Allgäuland in Sonthofen). Den Namen hat der sonst dem Ro¬madur ähnliche Käse von der weißlichen, lackartig glänzenden Schmiere, sein Geschmack ist leicht scharf und salzig. Wer den Allgäuer Käse und seine Herstellung einmal aus der Nähe erleben will, kann das – unter anderem – auf der Westallgäuer Käsestraße tun (Tipp ► S. 224).
Alpen
So – und nicht »Almen« – heißen im alemannischen Allgäu die landwirtschaftlichen Betriebe in den Bergen. Etwa 32 000 Stück Vieh verbringen auf über 680 Allgäuer Alpen (davon 48 Sennalpen) mit ca. 1500 km2 Fläche, die sich in Privat-, Gemeinde oder Genossenschaftsbesitz befinden, den Sommer. Die uralte Wirtschafts¬form, die schon für das 8. Jh. dokumentiert ist, wurde ursprünglich dazu genutzt, das Jungvieh, das noch nicht gemolken werden muss, den Sommer über zu versorgen (»Galtalpen«) und das Gras in den Tälern für den Winter zu horten. Mit der Ausweitung der Käseproduktion im 19. Jh. kamen dann auch Milchkühe und Senner – die die Milch an Ort und Stelle zu Butter und Käse verarbeiten – auf die »Sennalpen«. Der dreimonatige Alpsommer war hart, entbehrungsreich und wenig lukrativ, so dass im Zug der Industrialisierung der Milchwirtschaft viele Alpen nicht mehr »bestoßen« (mit Vieh beschickt) wurden. In heutigen Zeiten gelten handwerklich hergestellte Lebensmittel aus zuverlässigen, unverdorbenen Quellen wieder etwas, und so verzeichnet man eine Renaissance der Alpen und kleinen Sennereien, die oft auch den Weg der Direktvermarktung nützen. Übrigens gilt fast das ganze Allgäu im Sinne der EU als »Berggebiet« und wird entsprechend subventioniert; bewusst fördert man damit auch die Pflege einer einzigartigen Kulturlandschaft (mekong delta vietnam), die Grundlage für den Tourismus ist, ein unverzichtbares wirtschaftliches Standbein der Region.
Alpsommer und Viehscheid
Etwa hundert Tage »sommert« das Vieh auf den Allgäuer Alpen. Auftrieb ist je nach Wetterentwicklung im Juni; beendet wird die Sommersaison mit Alpabtrieb und Viehscheid zwischen dem 10. und dem 25. September, wenn auf den Bergen der erste Schnee fällt. Jede Alp hat ihren traditionellen Termin, der heute allerdings häufig auf ein Wochenende verlegt wird – wohl berücksichtigend, dass der Viehscheid eine große touristische Attrak¬tion ist (im Tirolischen gibt es gar einen Bauernhof, der das Spektakel im Herbst täglich anbietet). Unter dem ohrenbetäubenden Tosen der Festtagsschellen streben die Rinder zu Tal. Wenn kein Verlust zu ver¬zeichnen war, wird der Zug vom Kranzrind angeführt, das mit grünen Zweigen, Blumen, Flitter, Kreuz und Spiegel prächtig geschmückt ist (wie auf S. 1 zu sehen). Die »Älpler« oder »Bergler« haben sich in Lederhosen und Dirndl gewandet. Ihr Ziel ist der Scheidplatz, auf dem die Kühe »geschieden«, das heißt an die Eigentümer verteilt werden. Natürlich wird das Ende des Sommers mit Festzelt, Musik und »Scheidball« gebührend gefeiert. Meist treffen die Herden zwischen 7.30 und 10.00 Uhr im Talort ein. Termine findet man im Internet unter www.oberallgaeu.de, www.br-online.de/land-und-leute. marken, die Autos haben österreichische Kennzeichen; Postleitzahlen gibt es österreichische und deutsche, beim Telefonieren muss man die österreichische Ländervorwahl verwenden. Über 2 Mio. Gäste-übernachtungen zählt man hier im Jahr, und in jüngerer Zeit hat das Kleinwalsertal eine Reputation als kleines Paradies für Leute erworben, die diskret Steuern sparen wollen.
Der breite, wellige Talgrund wird von waldbedeckten Flanken eingefasst, über denen schroffe Kalkgipfel aufragen. Die Orte Riezlern, Hirschegg, Mittelberg und Baad, zur politischen Gemeinde Mittelberg zusammengefasst, liegen zwischen 1100 und 1250 m hoch und haben insgesamt etwa 5500 Einwohner. Ihre alemannischen Vorfall- ren sind – wie an der Kirche in Mittelberg verkündet – ab 1302 aus dem Goms, dem schweizerischen Oberwallis, eingewandert. 1451 eroberte Herzog Sigmund von Tirol das Tal, das seit 1453 mit einigen Unterbrechungen zu Österreich gehört; 1891 erhielt es Zollanschluss an das Deutsche Reich. Durch die jahrhundertelange Abgeschlossenheit hat sich Walser Eigenleben erhalten können, die »Schwizer«
Mundart wird ebenso gepflegt wie das Brauchtum, zum Beispiel die überaus reiche Frauentracht. Erle¬benswert sind auch die Hochzeiten und die Fronleichnamsprozes¬sionen, interessant ist der Baustil der Walserhäuser: Auf einem Stein¬fundament sind sie im so genann-ten Strickbau aus Holzbalken ge¬fügt. Mehr zur Volkskunde des Kleinwalsertals erfährt man im Walsermuseum in Riezlern und auf dem Walserkulturweg (►S. 201).
Ausgangsort für den Besuch des Kleinwalsertals ist ► Oberstdorf.
6 km hinter dem Ort erreicht man beim Gasthof Walserschanz die Grenze; hier hat man Zugang zur wildromantischen Breitachklamm (► Oberstdorf). Der Weg führt talaufwärts mit schönem Blick auf den Hohen Ifen und die Gottesackerwände (s. u.). Man passiert Un-terwestegg, dessen Maria-Hilf-Kapelle von 1796 einen eindrucksvol¬len Kruzifixus an der Fassade (um 1680) und einen schönen goti¬schen Flügelaltar besitzt; er stammt vermutlich aus den Pustertal.
An der Einmündung des Schwarzwassertals breitet sich Riezlern (1100 m) aus, der größte und lebhafteste Ort des Tals mit Geschäf¬ten, Cafes, Nachtleben, dem Spielcasino und Freizeiteinrichtungen wie Hallen- und Freibad, Tennisplätzen etc. Das Walsermuseum il¬lustriert Geschichte und Brauchtum des Tals (Eingang im Touris¬musbüro, geöffnet von Weihnachten bis Ostern sowie Ende Mai bis ©
Okt. Mo.-Sa. 14.00-17.00 Uhr). Bei schlechtem Wetter wird hier mittwochs vorgefuhrt, wie der »Chranz«, der Kopfschmuck der Wal¬ser Mädchen, hergestellt wird.
Auf einer Anhöhe über dem Leidtobel, wo einst ein Hirsch mit einem Bären gekämpft haben soll, steht die Pfarrkirche von Hirschegg (1806) mit ihrem hoch aufragenden, schlanken Turm. Im Dorf sind einige schöne alte Bauernhäuser zu sehen. Das Walserhaus ist Treffpunkt für die Gäste mit dem Tourismusbüro, hier spielt das Bauern Flora und Fauna in den Allgäuer Alpen und das Zusammenwirken von Mensch und Natur in den Bergen vorftihrt (geöffnet Mo-Sa. © 8.00-19.00, So. bis 16.00 Uhr).
Im 14.-16. Jh. mussten Kapitalverbrecher am Ort ihrer Tat »Sühne- kreuze« aus Stein meißeln und aufrichten. Ein solches steht unter¬halb der Pfarrkirche St. Jodok von 1371 (1463 verändert, 1694 baro- ckisiert). An deren Turm sind die Jahreszahlen 1371 und 1374 einge¬meißelt, im Chor die Zahl 1302 – in arabischen Ziffern, eine er¬staunliche Tatsache, denn im schwäbischen Raum beginnt sich diese Schreibweise erst etwa 150 Jahre später durchzusetzen. Auch in den Fresken aus dem 14. Jh. sind arabische Schriftzüge erkennbar. Im Wallis hatten sich im 10. Jh. Sarazenen niedergelassen, und es könnte sein, dass die Walser dieses Wissen von dort mitbrachten. Interessant ist auch der Kräutergarten bei der Kirche.
Am Ende des Tals – überragt von dem eindrucksvollen Widderstein – liegt der Weiler Baad (1251 m) mit einigen schönen Walserhöfen. Hier unterhält der Verein Outdoor Bound, der 1951 von dem Re¬formpädagogen Kurt Hahn gegründet wurde, eine bekannte »Kurz¬schule«, in der Jugendliche bei ungewohnten Aktivitäten Vertrauen in ihre Kraft gewinnen sollen (www.outwardbound.de).
Eine Reihe von Kabinen- und Sesselbahnen machen die überaus ab¬wechslungsreichen Wanderreviere des Kleinwalsertals leichter zu¬gänglich. Das Oberstdorf-Kleinwalsertaler Skigebiet an Fellhorn und Kanzelwand, an Ifen und Walmendinger Horn ist das hochgele¬gene und größte im Allgäu (Skipass) mit 120 km Abfahrten aller Schwierigkeitsgrade. Erschlossen wird es durch die Kanzelwandbahn von Riezlern (zum Fellhorn führt von Oberstdorfer Seite eine Kabi¬nenbahn), die Ifen-Bergbahnen und die Walmendingerhornbahn von Mittelberg. Es gibt schöne, insgesamt 45 km lange Loipen, meh¬rere Rodelbahnen und eine Reihe großartiger Winterwanderwege.
Westen wird das Kleinwalsertal von dem eigenartig-markanten, wie ein Schiffsbug ansteigenden Hohen Ifen (2229 m) mit den senk¬rechten Gottesackerwänden überrast. Nördlich schließt sich ein hoch liegende Gottesackerplateau.
Das von Natur aus leicht saure Re¬genwasser hat das Kalkplateau aus dem Helvetikum zu »Schratten- kalk«, zu »Karren« mit tiefen Rin¬nen und scharfen Graten zerfres¬sen. ln der auf den ersten Blick un¬wirtlichen Steinwüste lebt eine überaus reiche kleinwüchsige Flo¬ra, weshalb 24,3 km2 unter Natur¬schutz gestellt wurden. Am ein¬fachsten (und daher meist sehr fre¬quentiert) ist die Tour von der Auenhütte: mit Sessellift zur Ifen- hütte, dann südlich des Skilifts durch die Ifenmulde zum Gipfel (Abstieg auf demselben Weg, ge¬samt ca. 3.00 Std.). Eineinhalb Tage braucht man für die große Tour
von der Auenhütte: Schwarzwasserhütte (3.30 Std., Übernachtung) – Ifersguntenalpe – Ifen – Hahnenköpfle – Obere Gottesackeralpe – Kürental – Wäldele (7-8 Std.; nötig sind Trittsicherheit und Schwin¬delfreiheit, bei schlechtem Wetter bzw. Nebel ist die Begehung des Gottesackerplateaus lebensgefährlich!). Im Winter ist, von der Auen¬hütte ausgehend, ein 3-5 km langer Wanderweg übers Gottesacker¬plateau gebahnt – bei schönem Wetter ein Hochgenuss.
Herrliche Ausblicke auf die Allgäuer und Lechtaler Alpen gewährt die Gratwanderung von der Kanzelwandbahn-Bergstation über das Fellhorn zur Bergstation der Söllereckbahn (ca. 3 Std., ►Oberstdorf). Auch die südliche Rundtour von der Kanzelwand-Bergstation über den Schüsser zur Hochgehrenspitze ist interessant (2 Std.) Ein Le¬ckerbissen für ausdauernde Berggeher ist die Besteigung des 2533 m hohen Widdersteins, der das Kleine Walsertal im Süden (mekong flussreisen) abschließt: von Baad über Bärgunt-Alm und Hochalppass (1938 m) zum Gipfel, weiter über die Widdersteinhütte und durch das Gemsteltal nach Bödmen (leichte Wanderung um den Widderstein 5-6 Std., sehr an¬spruchsvolle Gipfelbesteigung zusätzlich insgesamt ca. 2.30 Std.).
Baedeker TIPP
Natur und Kultur im Kleinwalsertal
Das Kleinwalsertal bietet viele reizvolle Möglichkeiten zu interessanten Entdeckungen. Auf dem »Naturlehrpfad Schwarzwassertal« zwischen der Mahdtalhütte und Oberwäldele erlebt man pittoreske Wasserfälle und Strudellöcher, ein Hochmoor und eine Naturbrücke. Der »Walser-kulturweg« verbindet schöne alte Häuser, Kirchen und andere Kulturdenkmäler. Vorzügliche heimische Produkte vermarkten die Walsertaler Bauern, die für den Fortbestand der materiellen Kultur und der Landschaft (halong bucht vietnam) sorgen, unter dem Label »Walser Bura«. Informationen hält das Tourismusbüro bereit.
KLEINWALSERTAL ERLEBEN
AUSKUNFT
Kleinwalsertal Touristnus
Im Walserhaus, D-87568 Hirschegg Tel. (0043 / 55 17) 51 14-0 www.kleinwalsertal.com
VERKEHR
Tel. (00 43 I 55 17) 54 33 www.kleinwalsertal-sonnenberg.de In 1200 m Höhe über Hirschegg gibt’s eine großartige Aussicht und das uralte, gemütliche Walserhaus mit Himmelbetten. Felsenpool mit Sauna, abends speist man in der außergewöhnlich schönen Bauernstube.
Naturhotel Chesa Valisa
Gerbeweg 18, D-87568 Hirschegg Tel. (00 43 I 55 17) 54 14-0 www.naturhotel.de Mit herrlicher Aussicht oberhalb von Hirschegg gelegenes Ökohotel mit geschmackvollem, traditionell-modernem Ambiente. Großes Programm für Fit-/Wellness und Kinder. Nur mit »Vitalpension« zu buchen.
► Günstig / Komfortabel
Breitachhus
Eggstr. 14, D-87567 Riezlern
Tel. (00 43 I 55 17) 62 66
www.breitachhus.com
Hübsches kleines, über 300 Jahre altes
Walserhaus in schöner Umgebung.
Heimelige Gästezimmer, abendliches
Menü aus heimischen Produkten.
Das kleine Berghotel
Westeggweg 6, D-87567 Riezlern Tel. (0043 / 55 17) 53 38-0

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Die Belastung durch den Autoverkehr kann heftig werden. Man sollte den Walserbus benützen, der mit kurzen Taktzeiten die Orte im Haupt- und den Nebentälern sowie mit Oberstdorf verbindet (das Bayern-Ticket gilt hier nicht). Mit der Allgäu-Walser-Card (►S. 104) ist der Walserbus gratis, ebenso das Parken auf den Auffangplätzen in Oberstdorf (Park¬scheine dort bei der Kurverwaltung).
FESTE UND EVENTS
Am 1. Fastensonntag wird in Hirschegg ein fast 30 m hoher »Funken« (Holzstoß) abgebrannt. Fronleichnam wird mit Prozessionen in schönen Trachten begangen. Mitte Sept.: Inter-nationales Alphorn-Festival in Baad. Um den 20. Sept. Viehscheid in Riezlern, in manchen Jahren mit »Internationaler Älplerletze« (an der Bergstation der Kanzelwandbahn), die abwechselnd mit Oberstdorf (Fellhorn) und dem Tannheimer Tal gefeiert wird (Fest mit Bergmesse, Alphorn- und anderer Musik).
TOUREN
Wandertipps gibt Kleinwalsertal Tourismus (s. o.), der auch diverse geführte Touren anbietet (mit Gäste¬karte gratis). Die Bergschule Kleinwalsertal (Tel. 0043 / 5517 / 30245; www.bergschule-kleinwalsertal.at) hat Touren aller Sportarten im Programm. MTB bei Kessler Bike + Hike (Tel. 0043 / 5517 / 368540) und Walser Biketours (Tel. 0043 / 676 / 7562909).
ESSEN
Preiswert / Erschwinglich
Walser Stuba
Eggstr. 2, D-87567 Riezlern Tel. 05517 / 5 34 60, Mo. geschl. Walser Küche mit heimischen Produkten, auch Wild und Vegetarisches, zu akzeptablen Preisen. Auf der ausgezeichneten Weinkarte sind vor allem Österreich und Italien vertreten.
ÜBERNACHTEN
In der Wintersaison liegen die Hotel¬preise 20 – 60 % höher als im Sommer.
Komfortabel / Luxus
Hotel Almhof Rupp
Walserstr. 83, D-87567 Riezlern Tel. (0043 / 5517) 50 04 www.almhof-rupp.de Zentral, dennoch ruhig gelegenes »Genießer-Hotel« im Landhausstil. Großzügige, rustikal bis schnörkelig gestaltete Zimmer und Appartements. Das Restaurant (Mo. geschl.) ist be¬kannt für gute Küche, am schönsten sitzt man in der Walser Stube.
Komfortabel
Pension Sonnenberg
Am Berg 26, D-87568 Hirschegg
www.das-kleine-berghotel.de Nettes kleineres Nichtraucherhaus, das sich auf Sportler und Mountainbiker eingestellt hat (MTB-Verleih), Flallenbad und Sauna im Flaus. Im Sommer sind die Bergbahnen im Hotelpreis inbegriffen.
Walserhaus Talblick
Gerbeweg 21, D-87568 Hirschegg Tel. (00 43 / 55 17) 3 07 81 Am Südhang über Hirschegg sonnig mit einmaliger Aussicht gelegenes altes Walserhaus mit gut ausgestatteten Ferienwohnungen für 2 Personen.

 

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