Schloss Hohenschwangau in Allgäu

In leuchtendem Ocker thront Schloss Hohenschwangau dort, wo im 12. Jh. die Hohenstaufenburg Schwanstein (12. Jh.) stand. Sie war ein Zentrum des Minnesangs; einer der ersten Ritter von Schwangau, Hiltpolt, ist als Minnesänger in der Heidelberger Liederhandschrift erwähnt. König Konradin, der letzte Stauferkaiser, war im 13. Jh. hier zu Gast. 1538-1547 wurde die Burg von der Augsburger Familie Paumgartner erneuert, später verfiel sie. Kronprinz Maximilian, künftiger König Max II., erwarb die Ruine 1832 und ließ sie bis 1837 nach Plänen des Architektur- und Theatermalers Domenico Quaglio zu seinem Lieblingssitz aufbauen. Sein Sohn Ludwig II., der Märchenkönig, verbrachte hier einen Großteil seiner Kindheit; Richard Wagner war hier zu Gast. Über den Wittelbacher Ausgleichsfonds gehört das Schloss heute noch der einstigen Herrscherdynastie.

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Das Innere ist mit Einrichtungsgegenständen aus der Erbauungszeit ausgestattet und mit großen Fresken geschmückt, für die Moritz von Schwind und Wilhelm Lindenschmitt die Zeichnungen lieferten (Szenen aus der germanischen Sage und Geschichte). Besonders sehenswert sind das Billardzimmer (Sammlung von Orden), der Heldensaal, das Burgfrauenzimmer, der Schwanrittersaal, das Tassozimmer (Malereien nach Motiven des italienischen Dichters Torquato Tasso) und die Schlosskapelle mit Rüstungen aus dem 16. Jahrhundert. Interessant ist auch das Hohenstaufenzimmer, das Ankleide- und Musikzimmer des Königs; die Gemälde darin zeigen Szenen (mekong kreuzfahrt) aus dem Leben der Hohenstaufen.ini Schlosspark steht ein Schwanen- brunnen von Ludwig Schwanthaler.

Schloss Hohenschwangau in Allgäu

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Musik auf Neuschwanstein
Das Märchenschloss in 30 Minuten »abhaken«, zwischen zig anderen Touristen eingekeilt? Mit Muße kann man das Flair und den zum Sterben schönen Ausblick vom Söller bei den Konzerten im September genießen. Karten werden nur Anfang Februar verkauft (► S. 290), doch bieten die Hotels auch später noch Arrangements an. Nach den Konzerten empfangen die Restaurants in Hohenschwangau zum Diner (reservieren).
Schloss Neuschwanstein
Am Platz der Reste der Burg Vorderschwangau wurde das »Traumschloss« (^3 D, S. 294) König Ludwigs II. 1869- 1886 errichtet, und zwar nach Entwürfen des Theatermalers Christian Jank. Bauleiter waren Georg Dollmann und Julius Hofmann. Aus der Idee einer kleinen Ritterburg, die die Szenerien in Richard Wagners Opern »Lohen- grin« und »Tannhäuser« in Stein nachbilden sollte, entwickelte sich – inspiriert von den Burgen der Ile-de-France und der Sage der Gralsburg Montsalvat – eine monumentale neogotische Anlage.
Beim Tod Ludwigs II. 1886 war der Bau nicht vollendet; Bergfried und Kapelle wurden nicht mehr ausgeführt, nur die Kemenate kam noch hinzu. Erstmals wohnte der König von Mai bis Juni 1884 in dem Schloss, insgesamt hielt er sich hier 172 Tage auf. Hier verkündete man ihm am 12. Juni 1886, dass er entmündigt sei, und brachte ihn nach Schloss Berg am Starnberger See; einen Tag später fand er dort im See den Tod. Schon am 29. Juli 1886 wurden seine Schlösser für die Öffentlichkeit freigegeben.
Pro Tag werden bis zu 10 000 Besucher in 35-minütigen Führungen durchs Schloss geschleust. Das bedeutet, dass man in der Hauptsaison im Sommerhalbjahr viel Geduld aufbringen muss, erst im Stau auf den Zufahrten zu den Parkplätzen, dann beim Anstehen am Ticketcenter, das schon einmal Stunden dauern kann. Die Eintrittskarten lauten auf eine bestimmte Zeit, die einzuhalten ist; das heißt, dass man zu diesem Zeitpunkt sich an den Einlass-Drehkreuzen befinden muss. Von den Parkplätzen geht man zum Schloss Neuschwanstein in ca. 40 Min. hinauf, man kann auch vom Hotel Lisi mit dem Bus oder der Kutsche fahren. Der schönste Weg allerdings führt durch die Pöllatschlucht (fr-S. 291).
SCHLOSS NEUSCHWANSTEIN
Auf hohem Felsrücken, 200 m über dem Tal, thront in unvergleichlicher Position dieses Schloss, ein im Wortsinn »fantastischer« Prachtbau – wie Linderhof und Herrenchiemsee verdankt er seine Entstehung den romantischen Träumereien König Ludwigs II. von Bayern.
® Palas
Das vierstöckige Hauptgebäude enthielt im Erdgeschoss die Wirtschaftsräume und im ersten Stock die Wohnräume der Bediensteten. Im 76 m hohen Hauptturm steigt man hinauf zur prunkvoll ausgestatteten Königswohnung im 3. Stock. Ihre Räume sind mit Gemälden mit Themen aus der mittelalterlichen Dichtung geschmückt. Den Baldachin des Himmelbetts im Schlafzimmer bildet ein fantastischer Wald aus geschnitzten Säulen, Fialen und Maßwerk.
® Thronsaal
Der repräsentative Thronsaal im Stil einer byzantinischen Kirche nimmt zwei Stockwerke im Hauptgebäude ein. Stufen aus weißem Carrara- Marmor führen zu einem Podest, auf dem einmal der Thron stehen sollte – in einer Kirche der Platz des Altars. Die prachtvollen »Mosaiken« sind nur gemalt, die Säulen bestehen aus Stuckmarmor. Vom Söller, der Aussichtsplattform, blickt man auf Schloss Hohenschwangau, den Alp- und den Schwansee sowie die Tannheimer Berge.
© Sängersaal
Der Sängersaal im 4. Stock des Palas, nach dem Thronsaal der größte und prächtigste Raum, stand im Mittelpunkt der Planung. Sein Name bezieht sich auf den Wettstreit zwischen den Minnesängern, der auch Thema von Richard Wagners Oper »Tannhäuser« (1845) war. Geschmückt ist er, anders als sein Vorbild, mit Darstellungen aus der Parzival-Dichtung von den Malern August Spieß, Joseph Munsch und Ferdinand Piloty.
© Oberer Hof
Im weiten Oberen Hof sollten die Kapelle und der Bergfried erstehen. Mit hellen Steinplatten ist der Grundriss der Kapelle markiert. Der Bergfried hätte den mächtigen Treppenturm an der Nordseite (ha long bucht) des Palas noch überragt.

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